Österreich nimmt Corona-Kranke aus Frankreich auf

Die Virus-Lage in Frankreich wird immer dramatischer: Binnen 24 Stunden starben 500 Menschen an Corona. Jetzt werden Patienten ins Ausland geflogen - nach Deutschland nun auch nach Österreich.
Österreich wird dem schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Frankreich bei der Behandlung von Infizierten unter die Arme greifen.

Drei schwer an Covid-19 erkrankte Personen werden zur Behandlung in das Bundesland Salzburg gebracht. "Frankreich hat Österreich um Aufnahme von einigen Corona-Intensivpatienten ersucht", teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstagabend mit.

"Wir helfen Frankreich natürlich in dieser schwierigen Situation, um Menschenleben zu retten und nehmen in Salzburg drei Intensivpatienten auf, wofür ich dem Land Salzburg danke. Angesichts der großen Dramatik der Situation ist dies nur ein kleiner Beitrag, aber es ist symbolisch wichtig, dass wir uns in Europa unterstützen", hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Das Land Tirol hatte bereits fünf Intensivpatienten aus Südtirol aufgenommen.

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In Frankreich sind binnen 24 Stunden 499 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mit diesem neuen Höchstwert stieg die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 3.523, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Dienstag mitteilte. Fast 22.800 Corona-Kranke werden demnach derzeit in den Krankenhäusern des Landes behandelt, mehr als 5.560 von ihnen auf der Intensivstation.

Frankreich ist in der EU eines der Länder, das am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Seit dem 17. März gilt eine strenge Ausgangssperre, die mittlerweile bis zum 15. April verlängert wurde.

Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Produktion von Schutzmasken werde in Frankreich nun hochgefahren. Bis Ende April sollen nach seinen Worten "mehr als zehn Millionen" Stück pro Woche produziert werden, dreimal so viele wie vor der Corona-Krise.



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