Moskau verlangt die Auslieferung von Ural Rachimow. Der Milliardär lebt seit über fünf Jahren in Österreich, er steht unter Verdacht auf Geldwäsche und Untreue.
Die russischen Behörden haben Österreich laut "Presse" einen Antrag auf Auslieferung des Ölmagnaten Ural Rachimow übermittelt.
Ural Rachimow ist der Sohn des Ex-Präsidenten der Teilrepublik Baschkortostan, Murtaza Rachimow. Nachdem er in Russland den Ölkonzern Bashneft verkauft hat, ist er vor über fünf Jahren nach Österreich gezogen. Er befindet sich auf freiem Fuß.
Der damalige milliardenschwere Weiterverkauf an den russischen Milliardär Wladimir Jewtuschenkow hat im Vorjahr zu einem Riesenskandal in Russland geführt. Die Behörden hatten Jewtuschenkow unter Hausarrest gestellt und damit einen Schock unter den Unternehmern ausgelöst. Jewtuschenkow ist mittlerweile wieder frei.
Rachimow steht unter Verdacht auf Geldwäsche und Untreue im Zusammenhang mit Bashneft, die russischen Behörden haben vorigen Dezember einen Haftbefehl erlassen. Die Vorwürfe werden nun in Wien geprüft.