Wirtschaft

Österreicher arbeiten kürzer als Rest-Europa

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:58

Obwohl die Österreicher im Durchschnitt früher in Pension gehen als die meisten anderen Westeuropäer, bekommen sie mehr Pension vom Staat. Die österreichischen Pensionisten sind also wesentlich stärker vom Staat abhängig als die Pensionisten in anderen Ländern, warnt die Allianz-Versicherung in ihrer aktuellen Studie "Allianz Demographic Pulse".

Obwohl die Österreicher im Durchschnitt früher in Pension gehen als die meisten anderen Westeuropäer, bekommen sie mehr Pension vom Staat. Die österreichischen Pensionisten sind also wesentlich stärker vom Staat abhängig als die Pensionisten in anderen Ländern, warnt die Allianz-Versicherung in ihrer aktuellen Studie "Allianz Demographic Pulse".

In etlichen westlichen Ländern seien die gesetzlichen Pensionen in den letzten 15 Jahren deutlich gekürzt worden, so Studienautorin Renate Finke. Sie hat jene 16 OECD-Länder untersucht, in denen die Kürzungen der gesetzlichen Vorsorge besonders stark ausgefallen sind - im Durchschnitt habe es in diesen Ländern Leistungskürzungen um 22 Prozent für Männer und 25 Prozent für Frauen gegeben.

In Österreich habe es keine Kürzungen gegeben, sagte Finke. Hier kommen durchschnittlich 82 Prozent des Einkommens eines Pensionisten-Haushaltes (in der Altersgruppe über 65 Jahre) vom Staat, 5 Prozent kommen aus privater Vorsorge, 13 Prozent aus Erwerbstätigkeit. Das sei damit zu erklären, das in dieser Gruppe auch Unternehmer enthalten seien, erklärte Finke.

In Finnland kommen 80 Prozent der Einkommen dieser Gruppe vom Staat, in Frankreich 73 Prozent, in Italien 72 Prozent, in Großbritannien aber nur 38 Prozent.

Österreicher früher in Pension

Dafür setzen sich die Österreicher deutlich früher zur Ruhe als andere Europäer. Während in Schweden fast zwei Drittel der 60- bis 64-Jährigen noch erwerbstätig sind, arbeiten in Österreich nur 22,5 Prozent in dieser Altersgruppe. In Westeuropa haben nur Frankreich (18,9 Prozent), Belgien (21 Prozent) und Italien (21,2 Prozent) noch niedrigere Partizipationsraten älterer Arbeitnehmer

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