Wirtschaft

Österreicher arbeiten wieder weniger im Urlaub

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:24

Dank Smartphone und Co können sich viele Österreicher wann und wo sie möchten ihrer Arbeit zuwenden - und nach wie vor zwei von drei tun das auch im Urlaub, Tendenz jedoch sinkend - wie eine neue Studie von MindTake Research zeigt. Bei jedem zweiten (48 Prozent) Befragten kommt Arbeit im Urlaub ab und zu bzw. zu vereinbarten Zeiten vor. Doch nur 12 Prozent sind in ihrem Urlaub so gut wie immer für geschäftliche Angelegenheiten erreichbar. Angelegenheiten erreichbar.

, Tendenz jedoch sinkend – wie eine neue Studie von MindTake Research zeigt. Bei jedem zweiten (48 Prozent) Befragten kommt Arbeit im Urlaub ab und zu bzw. zu vereinbarten Zeiten vor. Doch nur 12 Prozent sind in ihrem Urlaub so gut wie immer für geschäftliche Angelegenheiten erreichbar.

In Summe sind es rund 60 Prozent der Befragten, die angeben, gelegentlich im Urlaub etwas für die Arbeit zu machen. Verglichen zum Vorjahr ist das ein Rückgang von sechs Prozentpunkten. Am häufigsten werden im Urlaub berufliche E-Mails oder SMS (64 Prozent) gelesen. Geantwortet wird aber nur von 35 Prozent der Befragten darauf. Weiters werden Telefonate mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen geführt (46 Prozent). Interessant: Auch mit Kunden wird während des Urlaubs kommuniziert.

So beantworten 18 Prozent E-Mails oder SMS von Kunden und jeder Zehnte (10 Prozent) telefoniert im Urlaub mit Kunden. Männliche Urlauber telefonieren dreimal so oft mit Kunden wie weibliche Urlauber (15 versus 4 Prozent).

Rücksicht auf Arbeitskollegen

Bereits im Vorfeld ist die Urlaubsplanung von Kollegialität geprägt – immerhin nehmen mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten dabei sehr oder eher viel Rücksicht auf Arbeitskollegen. Kollegialität ist auch der Hauptgrund, im Urlaub für wichtige, arbeitsbezogene Fragen zur Verfügung zu stehen: 38 Prozent sind erreichbar, weil bzw. wenn Arbeitskollegen ihre Hilfe brauchen.

Weiters geben 34 Prozent an, dass sie keine Vertretung haben und daher im Urlaub erreichbar sein müssen. Auch Neugierde, ob alles rund läuft, treibt fast ein Drittel (30 Prozent) zu beruflicher Aktivität während des Urlaubs. Gleich dahinter folgt mit 29 Prozent die Bitte des Vorgesetzten.

Smartphone, Tablet, Laptop sind auch im Urlaub dabei

Möglich wird die Verzahnung von Privat und Job durch mobile Geräte wie Smartphone und Co: Begleitete das Smartphone im Vorjahr zwei Drittel (66 Prozent) in den Urlaub, beträgt der Anteil heuer bereits drei Viertel (74 Prozent). Bei den 15–29-Jährigen sind es sogar 83 Prozent, die samt ihrem Smartphone auf Reisen gehen.

Ihr Tablet nehmen 22 Prozent der Befragten mit (2013: 19 Prozent) und den Laptop 18 Prozent. Höchsten Anklang im Urlaub findet das Tablet (28 Prozent) bei den 50–64-Jährigen, ebenso wie der Laptop (22 Prozent). Nur 7 Prozent der Befragten verzichten im Urlaub zur Gänze auf all diese mobilen Geräte.

Internet am Urlaubsort wichtig

Für nach wie vor ein Fünftel (2014: 19 Prozent, 2013: 20 Prozent) der Österreicher, die im Urlaub verreisen, ist zugängliches Internet am Urlaubsdomizil entscheidend für die Auswahl der Unterkunft. Doch, auch wenn Internet als kein absolutes Muss empfunden wird, ist dessen Verfügbarkeit wichtiger geworden: Waren es 2013 42 Prozent, sieht heuer bereits jeder Zweite (49 Prozent) einen Internetzugang als Vorteil.

Nur für ein Drittel (32 Prozent) ist WLAN bzw. ein Internetzugang irrelevant, was einen Rückgang von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (38 Prozent) bedeutet.

Die Studie wurde von MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTake Research im Juli 2014 durchgeführt und basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von 500 österreichischen berufstätigen Internet-Usern zwischen 15 und 64 Jahren.

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