Für mindestens zehn Touristen auf Gran Canaria endete der Insel-Urlaub mit einer Katastrophe. Die Urlauber waren während eines Landausflugs am letzten Tag einer Kreuzfahrt gerade ausgestiegen, da schob der scheinbar mit der Strecke überforderte Chaffeur plötzlich zurück und rollte in die Menge. Ein Italiener war auf der Stellte tot. Neun Urlauber, darunter vier Österreicher, wurden verletzt. Eine Österreicherin ist noch im Krankenhaus.
Die Besuchergruppe war auf einer Kreuzfahrt und hatte dabei auch die Kanaren-Insel besucht. Im Zentrum der Insel verließen sie den Bus, weil mehreren Fahrgästen auf der kurvenreichen Straße übel geworden war. Der Fahrer setzte auf der Landstraße GC-60 zwischen den Ortschaften Fataga und Tunte zurück, um eine schwierige Kurve zu nehmen.
Dem Fahrer fiel nicht auf, dass die Leute hinter dem Bus standen. Als er zurückschob, krachte er in die Gruppe. Ein Italiener wurde einen fünf Meter tiefen Abhang hinuntergestoßen. Er erlitt einen Schädelbruch und starb starb noch an der Unfallstelle. Mit ihm fiel auch ein Wiener in die Tiefe, kam aber mit Schürfwunden davon. Vier Österreicher, zwei Ehepaare, wurden mit der Rettungs abtransportiert.
Wiener: "Den ganzen Tag in Gefahr"
Ein Wiener (49) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Betreiber des Busses. "Die Passagiere waren den ganzen Tag in Gefahr: Der 50-Mann-Bus war viel zu groß für die Strecke. Er musste praktisch vor jeder Kurve stark bremsen, bis er in einer Serpentine aufgesessen ist. Zwei der Zwillingsräder saßen auf, die anderen Räder hingen in der Luft", schilderte der Urlauber.
Rechtliche Schritte angedacht
"Im Bus herrschte Panik. Auch der Lenker wirkte panisch", sagte der Wiener, der die dem Ausflug auf der spanischen Urlaubsinsel vorangegangene Kreuzfahrt auf der MSC Armonia mit seiner Frau angetreten hatte. Er selbst landete noch am Samstagabend in Wien-Schwechat. Er überlege jetzt rechtliche Schritte gegen den Veranstalter, sagte der Wiener. Vor allem sei er aber froh, gesund wieder zu Hause zu sein.
Im Dezemberund verletzte fünf Touisten.
APA/red.