Österreicher bleiben nur sehr kurz im Krankenstand

Viele Kranke kehren extrem schnell in den Job zurück.
Viele Kranke kehren extrem schnell in den Job zurück.Bild: iStock
"Nur" durchschnittlich 12,5 Tage waren unselbstständig Beschäftigte 2016 im Krankenstand. Viele davon sind allerdings weit früher zurück im Job.
Zwar sank die Zahl der Krankenstandstage im Vergleich zum Jahr 2015 "nur" um 0,2 Tage, langfristig betrachtet nimmt sie aber immer weiter ab, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut. Als Grund für den Rückgang ortet man eine nicht so stark ausgefallene Grippewelle, aber auch den Rückgang von Arbeitsunfällen.

Die Arbeitsunfälle befinden sich mittlerweile auf einem Rekordtief. Zu Beginn der Erfassung 1974 wurden 765 Unfälle je 10.000 Beschäftigte gezählt, 2016 waren es 321. Durchaus unterschiedlich zeigt sich die Statistik, wenn man sie nach Geschlechtern betrachtet. Frauen kamen 2016 auf 13, Männer auf 12,1 Krankenstandstage – die Erklärung dafür liegt zum Teil darin, dass Über-50-Jährige Frauen stärker beschäftigt werden als Männer in diesem Alterssegment.

Nur ganz kurz im Krankenstand

Eines haben aber viele der Kranken gemeinsam: Wenn sie überhaupt in Krankenstand gehen, dann nur für extrem kurze Zeiten. Vier von zehn Erkrankten sind nach weniger als vier Tagen wieder im Dienst, nur etwas mehr als jeder Zehnte (12,3 Prozent) ist mehr als zwei Wochen am Stück krank. Hauptursache für Krankenstände sind übrigens Muskel-Knochen- und Atemwegs-Erkrankungen (50 Prozent).

Verletzungen machen nur noch 16 Prozent der Krankenstände aus. Durchschnittlich am meisten Krankenstände werden in Niederösterreich verzeichnet (13,6 Tage), gefolgt von Oberösterreich (13,3) und Wien (12,5). Die wenigsten Krankenstände gibt es in Salzburg (10,6). Summe der direkt zuordenbaren Krankenstandskosten: 3,5 Milliarden Euro.

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