Die Österreicher sind EU-erweiterungsmüde: Drei Viertel der Befragten halten die Erweiterung der Union für "weniger" oder "gar nicht wichtig". besonders sprachen sich die Österreicher gegen einen EU-Beitritt der Türkei oder von Balkan-Staaten aus.
Die Österreicher sind EU-erweiterungsmüde: Drei Viertel der Befragten halten die Erweiterung der Union für "weniger" oder "gar nicht wichtig". besonders sprachen sich die Österreicher gegen einen EU-Beitritt der Türkei oder von Balkan-Staaten aus.
Eine entsprechende Umfrage im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) veröffentlicht die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Erweiterungskommissar Stefan Füle wird am morgigen Mittwoch die jährlichen Fortschrittsberichte für die EU-Kandidatenländer vorstellen. Darin wird er dem Vernehmen nach etwa empfehlen, die Gespräche mit der Türkei forstzusetzen.
Für Albanien will die EU-Behörde den offiziellen EU-Kandidatenstatus vorschlagen, weil das Land alle Bedingungen dafür erfüllt habe, hieß es in EU-Kreisen. Die Österreicher lehnen der Enquete zufolge aber die Aufnahme von Ländern wie der Türkei, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und dem Kosovo mehrheitlich ab. Auch Albanien wollen über 60 Prozent nicht in der EU.
Einen positiven Wert (55 Prozent dafür) erhielt nur Island, das die Beitrittsverhandlungen aber derzeit ruhen lässt. "Die Zeichen stehen auf Vertiefung, weniger auf Aufnahme neuer Länder", sagt ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt gegenüber dem "Kurier". 86 Prozent halten demnach eine Vertiefung der Zusammenarbeit der aktuellen 28 EU-Mitglieder für "sehr wichtig" oder "wichtig".