Urlauber sagen Rückhol-Flüge wegen Strandwetter wied...

Das Außenministerium hat die große Corona-Rückholaktion gestartet. 3.500 Personen wurden bisher zurück nach Österreich geflogen, doch es gibt einige massiv leichtsinnige Fälle.

Bisher gab es 21 Notflüge in zwölf Destinationen, um Österreicher aus dem Ausland zurückzuholen. Wie Außenminister Alexander Schallenberg bei einer Pressekonferenz am Sonntag bekannt gab, seien noch rund 30.000 Österreicher im Ausland.

Servicetool für Touristen

Das Außenministerium bittet alle, so schnell wie möglich heimzureisen, wenn sie das möchten. Dafür wurde gemeinsam mit der Austrian Airlines ein Servicetool eingerichtet, um auch die Hotline im Ministerium zu entlasten.

Auf heimflug.austrian.com können sich Touristen für Flüge anmelden, sie werden dann per SMS und Mail informiert. Erst kürzlich ging ein Flug von Austrian Airlines nach Kapstadt um rund 300 Österreicher heimzuholen.

"Es handelt sich um eine Notoperation in Notzeiten", erklärt Schallenberg. Die AUA hat bereits am Donnerstag alle regulären Flüge eingestellt. Das Notprogramm ist für österreichische Touristen gedacht, die nicht eigenständig zurückkommen.

Manche Reisende würden aber laut Schallenberg immer noch nicht den Ernst der Lage erkennen. "Einige Touristen wollen ihre Trekking-Tour fortsetzen oder noch ein paar Tage am Strand verbringen und sagen dann Notflüge wieder ab und möchten eine Woche später zurückfliegen. Das ist höchst fahrlässig.", erklärt der Außenminister.

"Außenministerium ist kein Reisebüro"

Es gebe sogar Informationen, dass Personen erst vor einigen Tagen eine Reise angetreten sind. Schallenberg weist nochmals darauf hin, dass wir uns in einer globalen Notlage befinden: "Das Außenministerium ist kein Reisebüro. Ich kann nicht garantieren, dass wir alle zurückholen können."

Niemand weiß, wie lange es diese Rückholaktion geben wird. Grenzen und Flughäfen werden geschlossen. Fluglinien stellen ihren Betrieb ein, sogar Länder wie etwa Tunesien sperren ihren Luftraum. Schallenberg appelliert daher auch an alle Reisenden, ein "Mindestmaß an Eigeninitiative" zu zeigen.

Schutzausrüstung aus China

AUA-Vorstand Alexis von Hoensbroech bedankt sich zudem bei den Mitarbeitern: "Die Rückholflüge werden mit Crews durchgeführt, die sich freiwillig melden. Es verdient meine absolute Hochachtung, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen und das Land einsetzen und alles dafür tun, die Menschen wieder sicher heim zu bringen."

Die Rückreise via Außenministerium und AUA ist zudem nicht kostenfrei. Der Selbstbehalt für Rückflüge hängt von der Destination ab. Weiters gebe es zwei Frachtflüge nach China, um 130 Tonnen Schutzausrüstung nach Österreich zu bringen. Diese sei vor allem für Tirol gedacht.

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