Österreicher misstrauen ihrer Urlaubsvertretung

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Jeder, selbst wenn man noch so unentbehrlich in einem Unternehmen ist - oder dies zumindest selbst glaubt - braucht dann und wann Urlaub. Für die Zeit der Abwesenheit übernehmen zumeist Kollegen das Wichtigste der eigenen Arbeit. Doch viele Urlaubsvertretungen machen diesen Job mehr schlecht als recht, wie eine neue Umfrage beweist. Plus: Tipps, wie Sie nach dem Urlaub leichter in den Büroalltag zurück kehren!

Zwei von drei Arbeitnehmern haben laut einer Umfrage von "karriere.at" schon zumindest einmal schlechte Erfahrungen mit Urlaubsvertretungen gemacht. Oft liegt dies aber auch an schlechten Briefings jener Mitarbeiter, die in Urlaub gehen. Das stößt bei Kollegen auf Missgunst und kann ebenfalls dazu führen, dass vertretende Tätigkeiten nicht ordentlich ausgeführt werden.

43 Prozent der Befragten berichten, dass Arbeitsprozesse während der Urlaubszeit "mehr schlecht als recht" funktionieren und viele Dinge unerledigt liegen bleiben. 25 Prozent sagen, dass es in ihren Abteilungen erst gar kein Vertretungssystem gibt. 27 Prozent geben an, dass es zumindest leichte Einschränkungen durch Abwesenheiten gibt. Und lediglich fünf Prozent finden, dass während Urlauben alles tadellos abläuft.

Chefs greifen bei Vertretung wenig ein

Zwei von drei befragten Unternehmern (67 Prozent) geben an, darauf zu vertrauen, dass sich Mitarbeiter die auf Urlaub gehen selbst um eine ordentliche Vertretung kümmern. 14 Prozent sagen aber auch, dass offene Jobs während Urlauben einfach nicht erledigt werden würden.

Gerade wenn Übergaben vor den Urlauben nicht optimal verlaufen sind, ist die Gefahr groß, dass auch für die Rückkehrer das Stresslevel rasch sehr hoch ist, weil viele Dinge unerledigt liegen geblieben sind.

Tipps für Urlaubs-Rückkehrer:

- Wer kann sollte an einem Mittwoch aus dem Urlaub zurückkehren. Die kürzere Woche zum Arbeitsstart vermittelt ein besseres Gefühl

- Termine erst ab dem zweiten Arbeitstag vergeben, zuerst Zeit nehmen, um unerledigte Mails zu bearbeiten

- Gleich am ersten Tag nach dem Urlaub sollte man sich auf den neuesten Stand bringen. Was ist während der Abwesenheit geschehen, was nicht?

- Eine Prioritätenliste hilft, um leichter zurück in den Arbeitsalltag zu finden

- Sagen Sie bei Anliegen in den ersten Tagen nach der Rückkehr aus dem Urlaub auch mal Nein, weil andere Dinge zunächst wichtiger sind

- Ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub für die Kollegen sorgt auch bei liegen gebliebener Arbeit für gute Stimmung im Büro

- Wer erst am letzten Urlaubstag spätabends von einer Reise zurückkommt, tut sich mit Konzentration und Leistungsfähigkeit schwer. Lieber dann einen Urlaubstag mehr nehmen, um sich noch einmal ausschlafen zu können

- Wer merkt, dass der Stresspegel rasch wieder steigt, kann sich zur Entspannung an den Urlaub zurückerinnern

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