Ein 42-jähriger Österreicher muss in Deutschland für mehrere Jahre ins Gefängnis. Er transportierte "wegen Geldsorgen" rund 20 Kilogramm Marihuana von Wien nach Bayern.
Insgesamt soll der 42-Jährige im vergangenen Jahr fünfmal Marihuana von der Bundeshauptstadt nach Manching geschmuggelt haben.
Rund 20 Kilogramm Marihuana konnte der Österreicher bei seinen Fahrten nach Bayern transportieren, so die Staatsanwaltschaft.
Vor mittlerweile drei Jahren hatte der Mann einen Growshop eröffnet, wo er Pflanzen für den Heimgebrauch verkauft hatte. Eine Steuernachzahlung sorgte aber dafür, dass er in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Er borgte sich von einem Bekannten Geld aus, das er ihm aber nie zurückzahlen konnte.
"Fahre lieber Marihuana spazieren"
Als der Bekannte ihn aufforderte "seine Frau auf den Strich" zu schicken, um die Schulden bei ihm zu bezahlen, entschied er sich für den Drogenschmuggel. "Bevor meine Frau auf den Strich geht, fahre ich lieber Marihuana spazieren", erklärte der Angeklagte beim Prozess, berichtet der "Donaukurier".
In Bayern erhielt er für ein Kilogramm Marihuana einen Preis von 5.550 Euro. Nach der Übergabe lieferte er das Geld in Wien ab und erhielt dafür 1.700 Euro. Mit dem Drogen-Geld wollte er die Schulden bei dem Bekannten bezahlen.
Verdeckte Polizeikontrolle
Ende Oktober 2016 machte er dann erneut einen Drogen-Transport und fuhr nach Manching. Bei einer verdeckten Polizeikontrolle ging er den Fahndern aber ins Netz. Er wurde mit sechs Kilogramm Marihuana geschnappt. Laut dem Gutachten war das Rauschgift in 12 Päckchen zu je 500 Gramm verpackt.
Der Mann ist auch in Österreich kein Unbekannter. Er geriet bereits früher mit dem Gesetz in Konflikt, darunter auch wegen diverser Drogendelikte.
Der Richter verurteilte den Österreicher wegen unerlaubter Einfuhr und Verbreitung von Betäubungsmitteln zu fünf Jahren und acht Monaten Haft. Zwei Jahre wird er im Maßregelvollzug verbringen, danach wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. (wil)