Österreicher stirbt im Zug – Skandal um Gaffer

Tragischer Todesfall im ICE 881 von Hamburg-Altona nach München: Ein Wiener (62) brach zusammen, Gaffer behinderten seine Lebensrettung.
Am Sonntag kam es im ICE 881 auf dem Weg zum Münchner Hauptbahnhof zu einem Drama. Ein 62-jähriger Fahrgast aus Österreich, ein Wiener, brach kurz nach der Weiterfahrt vom Hauptbahnhof Hannover im Zug zusammen. Laut Polizei soll der Mann bei der Abfahrt des Zugs einen Herzinfarkt erlitten haben.

"Der Zugbegleiter zog die Notbremse. Ein zufällig mitreisender Arzt versuchte, den 62-Jährigen wiederzubeleben. Da der Zug noch am Bahnsteig zum Stehen kam, war auch der Notarzt schnell dort", wird Martin Ackert (58), Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover, von deutschen Medien zitiert.

Zugführer platzte der Kragen

Skandal: Mitreisende behinderten offenbar die Lebensrettungsversuche. Die Helfer wurden bei der Rettung durch Fahrgäste gestört, die die Einsatzkräfte nach der Dauer des Einsatzes und nach möglichen Anschlusszügen fragten und damit die Rettung behinderten, hieß es. Einige Fahrgäste standen offenbar auch nur im Weg und sahen dem Österreicher beim Sterben zu.

Für den Österreicher kam jede Hilfe zu spät. Der ICE setzte seine Fahrt rund eine Stunde später nach München fort. Wie die "TZ" berichtet, platzte dem schockierten Zugführer nach dem Einsatz der Kragen: Er machte seinem Ärger über die Gaffer per Zugdurchsage Luft, kritisierte das Behindern des Einsatzes. Später meldete sich der Zugführer noch einmal und forderte von den Fahrgästen eine Schweigeminute für den Verstorbenen ein.

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