Wirtschaft

Österreicher wollen für Job nicht umziehen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:50

Die Österreicher gehören nach den Luxemburgern und den Niederländern zu den sesshaftesten Europas. Nur 18 Prozent überlegen hierzulande, für den Job ins Ausland zu ziehen, ergab eine Onlineumfrage unter knapp 12.000 Personen aus 12 Ländern im Auftrag der ING-DiBa. Die Mobilität innerhalb Österreichs ist fast genauso gering, wobei diese von Bundesland zu Bundesland schwankt.

zu ziehen, ergab eine Onlineumfrage unter knapp 12.000 Personen aus 12 Ländern im Auftrag der ING-DiBa. Die Mobilität innerhalb Österreichs ist fast genauso gering, wobei diese von Bundesland zu Bundesland schwankt.

Am wenigsten denken die Vorarlberger über einen Umzug nach (8 Prozent), gefolgt von den Tirolern (16 Prozent) und den Nieder- und Oberösterreichern (je 18 Prozent). In Kärnten überlegt hingegen mehr als jeder Vierte, aus beruflichen Gründen seinen Wohnort zu wechseln. 14 Prozent haben das in den vergangen fünf Jahren schon getan.

30 Prozent sehen keine höheren Karrierechancen

Die Argumente gegen einen Umzug des Jobs wegen sind zahlreich. Rund ein Drittel der Österreicher liebt sein momentanes Zuhause dafür zu sehr. 30 Prozent sind der Meinung, dass ein Wohnortswechsel die Karrierechancen nicht verbessert. 18 Prozent würden wegen ihrer Familie bzw. ihren Freunden nicht umziehen.

Eurobarometer: Arbeiten in EU positiv

Zwei Drittel der Österreicher halten die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU aber grundsätzlich für positiv. Das klingt viel, ist aber im Vergleich mit anderen Staaten der Union mit je 67 Prozent und gemeinsam mit Spanien und den Niederlanden nur der Platz 17.

An der Spitze der am Montag von der EU-Kommission präsentierten Eurobarometer-Umfrage liegt Rumänien mit 88 Prozent, Schlusslicht ist Zypern mit nur 51 Prozent.

Hinter Rumänien liegen Finnland und Bulgarien (je 79 Prozent), gefolgt von Litauen (78), Schweden und Polen (je 76), Luxemburg (75), Estland und Portugal (je 74), Italien und Malta ( je 73), Slowakei, Irland und Slowenien (je 72), Griechenland (70), Dänemark (69), Spanien, Niederlande und Österreich (je 67), Ungarn (66), Deutschland (64), Frankreich (61), Belgien, Tschechien und Lettland (je 60), Großbritannien (52) und Zypern (51).

EU: Bürgerrecht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes

Die EU-Kommission hat das Recht der Bürger betont, in einem anderen EU-Land zu arbeiten und zu leben. In einem Fünf-Punkte-Papier listet die Brüsseler Behörde Maßnahmen zur Stärkung des Rechts auf Freizügigkeit und zur Unterstützung der Länder bei der Ausschöpfung von Vorteilen, die daraus resultieren, auf.

Bei den fünf Punkten handelt es sich um die Verhinderung von Scheinehen, die Anwendung der Vorschriften über die Koordinierung der sozialen Systeme, die Bereitstellung von mindestens 20 Prozent des EU-Sozialfonds (ESF) für die Förderung der sozialen Inklusion und für die Bekämpfung der Armut in allen EU-Staaten, ferner die Förderung des Austausches bewährter Verfahren sowie die Sicherstellung der Anwendung der EU-Vorschriften über die Freizügigkeit.

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