Nach einem Anschlagsversuch auf ein Einkaufszentrum in Istanbul wurden mehrere Razzien unternommen. Im Zuge dessen wurde auch eine Österreicherin inhaftiert, wie Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums, am Freitag bestätigt. Österreichs Botschaft stünde deshalb mit den türkischen Behörden in Kontakt.
Insgesamt wurden bei den Razzien in acht türkischen Provinzen seit Ende Oktober über hundert mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen.
Anschlag vereitelt
Zuvor wurde in der Tiefgarage eines Kaufhauses in Instanbul ein Auto mit Dutzenden selbstgebastelten Bomben gefunden. Diese hätten per Fernzündung gesteuert werden können.
Bereits im Oktober waren Dutzende mutmaßliche IS-Sympathisanten in der Türkei festgenommen worden. Die Islamisten werden für mehrere Anschläge im Land verantwortlich gemacht, darunter jenen auf die Diskothek "Club Reina" in Istanbul am vergangenen Neujahrstag, bei dem ein (mittlerweile verhafteter) Terrorist 39 Menschen erschossen hatte.
Allein am Freitag wurden laut Angaben der örtlichen Nachrichtenagentur mehr als 100 Verdächtige festgenommen, darunter 93 Ausländer, wie es heißt. Elf Verdächtige sollen aus Syrien stammen.
(red)