Österreicherin behauptet: "Ich liebe meinen Nikab"

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Während die Welt über Burkinis diskutiert, nimmt eine österreichische Muslimin (48) erstmals Stellung zur Verschleierung. Im "Spiegel" sagte sie: "Erst durch den Nikab wurde ich frei."

Während die Welt über diskutiert, nimmt eine österreichische Muslimin (48) erstmals Stellung zur Verschleierung. Im "Spiegel" sagte sie: "Erst durch den Nikab wurde ich frei."

Sie will ihren echten Namen nicht nennen, konvertierte mit 40 zum Islam, wohnt seit sieben Jahren in Deutschland: Die Österreicherin Monika B. (48) spricht über ihr Leben mit Vollverschleierung.

Über den Nikab: "Ich liebe ihn, durch ihn wurde ich frei. Als ich ein Kopftuch trug, wurde ich als 'Verräterin' angefeindet. Ich will von Männern nicht als Frau wahrgenommen werden, sondern als Person."
Über Sport und Alltag: "Beim Joggen trage ich weite Hosen und ein Kopftuch – ich will nicht ersticken. Telefonieren macht keine Probleme. In der Bank und im Auto klappe ich den Nikab hoch, zuhause trage ich Leggins und Tops".
Über Burkinis: "Ich trage sie nicht im Hallenbad, nur am Meer, z.B. in Dubai, und am Baggersee – zur allgemeinen Belustigung der anderen Gäste. Aber das stört mich nicht."
Über Burkini-Verbot: "Das geht in Richtung Diktatur. Der Terror- Vorwurf ist absurd: Wenn ich Attentäter wäre, würde ich mich doch europäisch kleiden!" Ihr Mann zwingt Monika B. nicht zur Verschleierung – er war sogar dagegen, weil er Angst um sie hatte...

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