Welt

Österreichische Aktivistin in Bulgarien verhaftet

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:52

Eine Greenpeace-Aktivisten aus Österreich ist heute, Donnerstag, bei einer Protestaktion gegen die Ölbohrpläne in der Arktis in Bulgarien festgenommen worden. Die 30-Jährige Jasmin Karer blockierte gemeinsam mit fünf anderen Personen eine Gazprom Tankstelle nahe der Stadt Blagoevgrad in Bulgarien und forderte die Freilassung ihrer in Russland inhaftierten Mitstreiter, gab die Umweltorganisation bekannt.

-Aktivisten aus Österreich ist heute, Donnerstag, bei einer Protestaktion gegen die Ölbohrpläne in der Arktis in Bulgarien festgenommen worden. Die 30-Jährige Jasmin Karer blockierte gemeinsam mit fünf anderen Personen eine Gazprom Tankstelle nahe der Stadt Blagoevgrad in Bulgarien und forderte die Freilassung ihrer in Russland inhaftierten Mitstreiter, gab die Umweltorganisation bekannt.

Indes hat ein Gericht in Murmansk nach dem . Es bestehe Fluchtgefahr, entschied das Gericht in der nordrussischen Stadt am Donnerstag. Unter anderem müssen der Kapitän des Aktionsschiffs "Arctic Sunrise", der US-Amerikaner Peter Wilcox, sowie ein Schweizer für mindestens zwei Monate hinter Gitter, wie Greenpeace über Twitter mitteilte. Im Fall von drei weiteren Umweltschützern wurde eine Entscheidung zunächst um drei Tage verschoben. Die Justiz ermittelt wegen bandenmäßiger Piraterie. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

Greenpeace wies die Vorwürfe mit Nachdruck zurück. "Die russischen Behörden versuchen, Menschen abzuschrecken, die sich gegen die Ölindustrie in der Arktis stellen, aber diese unverhohlene Einschüchterung wird keinen Erfolg haben", teilte Greenpeace-Direktor Kumi Naidoo mit. Die Aktivisten aus 18 Ländern hätten friedlich ein Transparent an der Plattform des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee anbringen wollen.

"Versuch, Kritiker einzuschüchtern"  

In Moskau protestierten Umweltschützer und Kremlgegner vor der Ermittlungsbehörde. Auch Bürgerrechtler forderten die Freilassung der "Arctic 30", wie Greenpeace die Aktivisten im Internet nennt. Weltweit forderten fast 500.000 Menschen in Mails an russische Botschaften Freiheit für die Festgenommenen.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 forderte ebenfalls die sofortige Freilassung der 30 Aktivisten. "Die UmweltschützerInnen für ihren friedlichen Protest zum Schutz der Arktis vor Gericht zu stellen, ist wahrscheinlich ein Versuch, KritikerInnen einzuschüchtern. Aber auch noch so absurde Anschuldigungen können Organisationen wie Greenpeace und GLOBAL 2000 nicht zum Schweigen bringen!", so Reinhard Uhrig, Geschäftsführer von GLOBAL 2000.

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