Österreichische Geisel in Libyen soll tot sein

Trauer um Dalibor S.: Der zweifache Familienvater soll in Libyen getötet worden sein.
Trauer um Dalibor S.: Der zweifache Familienvater soll in Libyen getötet worden sein.Bild: Grafik Heute
Der von einem Ölfeld in Libyen entführte Dalibor S. (39) soll ermordet worden sein. Eine IS-Splittergruppe soll den Mann getötet haben.

Am 6. März 2015 wurde der Linzer Dalibor S. zusammen mit Mitarbeitern einer Firma, die in der libyschen Wüste Öl fördert, gekidnappt.

Nur wenige Tage nach dem Überfall auf das Ölfeld Al-Ghani im Inneren des Landes, bei dem mehrere Menschen geköpft wurden, wurden drei muslimische Geiseln freigelassen. Doch von den weiteren insgesamt neun Nicht-Muslimen fehlte jede Spur – bis jetzt.

Laut aktuellen Informationen aus arabischen Medien und Internetforen wurde Dalibor S. bereits drei Monate nach seiner Entführung umgebracht. Und zwar kurz bevor die IS-Terroristen von konkurrierenden Mudschaheddin besiegt und vertrieben wurden. Das Rätsel um das Verschwinden des Österreichers soll durch einen Laptop der Terroristen gelöst worden sein. Der wurde erst jetzt ausgewertet und soll die Informationen über den Tod des damals 39-Jährigen und anderer Geiseln enthalten haben.

Thomas Schnöll vom Außenministerium: "Es wird schwierig und langwierig, den Leichnam aus Libyen herauszubekommen oder zu identifizieren. Es ist ein umkämpftes Gebiet."

Die in Wien lebende Familie des zweifachen Vaters gab bis zuletzt die Hoffnung nicht auf, den Mann zu finden. Inzwischen hat Außenminister Sebastian Kurz mit der Familie Kontakt aufgenommen und sie über den Stand der Situation informiert.

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