Österreichische Millionäre spotten bei Corona-Party

"Wir schöpfen um 3 Uhr ..." und "Wir sind auf Kurzarbeit", lallen Männer in einem Video in einem Indoor-Pool in die Kamera. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun.
Es soll bereits die 38. Corona-Party seit den Ausgangsbeschränkungen sein, protzen die Männer in die Kamera. Laut Medienberichten handelt es sich um mehrere steirische Unternehmer mit Millionärsvermögen sowie ein leitender Angestellter in Gesundheitsbetrieben. Das Video von der Party hat sich auf WhatsApp rasant verbreitet.

Zu sehen ist, wie die Männer markige Sprüche gegen Arbeiter und Angestellte klopfen ("Es ist jetzt drei in der Früh und wir schepfn immer no olle - net so wie du daham") und Abstandsregeln missachten. Das Video könnte nun allerdings für die Beteiligten ein Nachspiel haben: Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben sich eingeschaltet und ermitteln.

Rücktritt und Stellungnahme

Es besteht der Verdacht der vorsätzlichen oder fahrlässigen Gefährdung mit einer ansteckenden Krankheit. Die Person mit der leitenden Funktion in Gesundheitsbetrieben hat laut "Kleine Zeitung" seine Funktion nach Bekanntwerden des Party-Videos bereits zurückgelegt. Er wolle sich "aufrichtig entschuldigen und deutlich darauf hinweisen, dass ich mich vom Inhalt aufs Äußerste distanziere", schrieb er in einer Stellungnahme.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Gastgeber reagiert laut Bericht über seinen Anwalt, der das Treffen mit einer Geschäftsbesprechung rechtfertigt. "Nach der Besprechung ist man in den Indoor-Pool gegangen. Gesprungen. Eine private Sache, ich weiß nicht, was daran verwaltungsstrafrechtlich relevant sein soll", wird er zitiert. Es habe sich um eine "Privatangelegenheit" gehandelt.









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