Österreichs Geldbranche ist 2016 im großen Umbruch

Die Menschen in Österreich reagieren auf die Turbulenzen am Bankensektor mit Flexibilität. Mehr als je zuvor können sich vorstellen, ihre Hauptbank zu wechseln. Die Institute reagieren.,

2016 ist mit deutlichen Verschiebungen am Bankenmarkt zu rechnen. Im Angesicht von massivem Wettbewerbsdruck, immer schärferen regulatorischen Maßnahmen und dauerhaft mickrigen Zinsen verstärken sich die Probleme der heimischen Banken. Dazu kommen Horrormeldungen wie Filialschließungen, ein schwächelndes Ost-Geschäft und Imageprobleme.

Das alles schlägt sich auch auf die Stimmung der Kundschaft nieder. Eine Studie von "meinungsraum.at" im Auftrag der Erste Bank bestätigt: Noch nie waren so viele Österreicher geneigt, ihr Hauptkonto zu einer anderen Bank zu verlegen. Im laufenden Jahr rechnen alle Geldinstitute mit großen Verschiebungen, die Kunden sind beunruhigt. Sie wollen die Chance nutzen.

Bawag-Chef Byron Haynes sieht das genauso: "Wir sind überzeugt, dass sich die europäische Bankenlandschaft derzeit stark im Umbruch befindet." Ein immer wichtigeres Kriterium für die Kunden neben den Konditionen sind kompetente Mitarbeiter, gute Erreichbarkeit und ein sehr modernes Online- Angebot, bescheinigt die aktuelle Studie.

"Außerdem ist es für 77 Prozent der Kunden wichtig, dass sich das Bankhaus in österreichischen Händen befindet", analysiert Erste-Bank-Vorstandschef Thomas Uher die Motive der potenziellen Kontowechsler. Ein Bankwechsel war bislang aufgrund des Aufwands und der damit verbundenen Kosten für viele Kunden einfach kein Thema. "Das ändert sich derzeit dramatisch", so Uher, der erstmals seit Jahren mit Marktanteilsverschiebungen im Bankensektor in Österreich rechnet.

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