Österreichs Schüler sind gute Teamplayer

Im OECD-Vergleich sind österreichische Schüler vor allem im gemeinsamen Lösen von Problemen gut. Insgesamt erzielten Mädchen bessere Ergebnisse als Buben.

Österreichs Teenager schneiden im OECD-Vergleich vor allem beim Problemlösen im Team überdurchschnittlich gut ab. Dieser erstmals abgetestete Teil ist neu und eine Art Nebenprodukt des klassischen PISA-Tests von 2015, der Kenntnisse in Mathematik, Naturwissenschaften und im Lesen abfragt.

Die Schüler mussten im Team diverse Aufgaben am Computer lösen, wobei ihre Kollegen in diesem Fall Simulationen waren. Insgesamt am besten schnitten hierbei Schüler aus Singapur und Japan ab. In Europa führen Estland und Finnland das Ranking an. Österreich liegt auf Platz 14 von 35.

Wenig überraschend zeigen die Ergebnisse, dass jene Schüler, die in den klassischen PISA-Fächern gut abschneiden, sich auch hier leichter tun. Mädchen schneiden in allen Ländern durchwegs besser ab als Burschen.

Rund 125.000 15-Jährige aus 52 Ländern haben an der Erhebung teilgenommen. Zum ersten Mal analysiert die Studie, wie gut die Schüler als Gruppe zusammenarbeiten, welche Einstellung sie bezüglich der Zusammenarbeit haben und inwieweit Geschlecht, außerschulische Aktivitäten oder sozialer Hintergrund die Ergebnisse beeinflussen.

Unterschiede zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund

Die Studie zeigt zudem, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund oft Leistungsnachteile haben. Österreich zählt mit vier weiteren Ländern zu jenen Staaten, die hier besondere Schwächen aufweist. Im Schnitt erreichten einheimische Schüler um 52 Punkte mehr auf der Problemlöseskala.

Höhere Vielfalt im Klassenzimmer ist jedoch tendenziell mit besseren Fähigkeiten zur Zusammenarbeit verbunden. So erzielen in einigen Ländern Schüler ohne Migrationshintergrund bessere Leistungen, wenn sie Schulen mit einem größeren Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund besuchen.

Sport fördert, Videospielen mindert Zusammenarbeit

Schüler, die am Sportunterricht teilnehmen oder außerhalb der Schule Sport treiben, haben insgesamt eine positivere Einstellung zur Zusammenarbeit. Wer dagegen außerhalb der Schule Videospiele spielt, schneidet bei der Problemlösung im Team etwas schlechter ab als Schüler, die dies nicht tun.

Auf der anderen Seite erzielen Schüler, die außerhalb der Schule das Internet oder soziale Netzwerke benutzen, leicht bessere Testergebnisse als andere Schüler.

(red)

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