Österreichs Wirtschaft wächst munter weiter

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici
EU-Währungskommissar Pierre MoscoviciBild: Reuters
Das Wirtschaftswachstum wird unverändert weitergehen, zeigt die EU-Frühjahrsprognose. Auch Österreich wird weiter brav zulegen.

Die EU-28 und die Währungsunion können im laufenden Jahr wie bisher mit einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,3 Prozent rechnen, für 2019 ist die Prognose mit 2,0 Prozent ebenfalls unverändert.

Das Sechs-Jahres-Hoch



Die EU-Frühjahrsprognose attestiert Österreich eine "positive Wachstumsdynamik". In dem Länderbericht heißt es, dass das Wirtschaftswachstum 2017 mit 2,9 Prozent des BIP ein Sechs-Jahres-Hoch erreicht habe. Positiv hervorgehoben wird auch der solide Arbeitsmarkt und das kontinuierliche Sinken der Arbeitslosigkeit. Zur Inflation heißt es, dass diese nach einem starken Anstieg 2017 auf 2,2 Prozent auch in den nächsten Jahren bei mehr als zwei Prozent liegen dürfte.

Budgetdefizit verbessert

Zum Budgetdefizit wurde in dem Länderbericht angemerkt, dass nach einer Verschlechterung 2016 auf 1,6 Prozent des BIP nun eine deutliche Verbesserung 2017 mit einer Reduktion auf 0,7 Prozent erreicht worden sei. 2018 wird ein weiteres Absinken auf 0,5 Prozent und für 2019 sogar auf 0,2 Prozent vorausgesagt.

Positiv hervorgehoben wurden neben der steigenden Beschäftigung auch höhere Löhne und damit verbunden mehr Einkommenssteuern und höhere Sozialbeiträge. Bei den Staatsschulden wird lobend angemerkt, dass der Rückgang von 78,4 Prozent 2017 auf 74,8 Prozent 2018 und auf 71,7 Prozent 2019 auch auf die Ausgliederung schlechter Vermögenswerte der Banken zurückzuführen sei.

Solides Tempo

Die EU-Kommission sprach bei der Präsentation der Frühjahrsprognose am Donnerstag von einem "Aufschwung mit solidem Tempo". Das größte Risiko für rosige Aussichten sei nur der Protektionismus, wurde auf die Probleme mit US-Strafzöllen verwiesen. 2017 habe es mit 2,4 Prozent die höchsten Wachstumsraten für EU und Eurozone seit zehn Jahren gegeben.

Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen und 2019 nur leicht

nachlassen.

Privater Konsum bleibt stark



Der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, sowie EU-Währungskommissar Pierre Moscovici verwiesen darauf, dass der private Konsum nach wie vor stark sei. Gleichzeitig hätten Exporte und Investitionen zugenommen.

Die Kommission frohlockte auch angesichts des Rückgangs der Arbeitslosigkeit. Diese gehe weiter zurück und dürfte noch abnehmen. 2017 sei sie in der EU noch bei 7,6 Prozent gelegen, heuer gehe sie auf 7,1 Prozent zurück und nächstes Jahr werde eine weitere Reduktion auf 6,7 Prozent greifen.

(GP)

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