Welt

OSZE-Geiseln in der Ukraine sind wohlauf

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:32

Den seit Tagen im Osten der Ukraine festgehaltenen Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geht es nach Angaben von OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier gut. In Luhansk und Slawjansk sind unteredessen erneut Schüsse gefallen, es sind Tote und Verletzte zu beklagen.

(OSZE)  geht es nach Angaben von OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier gut. In Luhansk und Slawjansk sind unteredessen erneut Schüsse gefallen, es sind Tote und Verletzte zu beklagen.

"Wir wissen, wo sie sind, sie leben - und es geht ihnen gut", sagte OSZE-Chef Zannier am Dienstag in Genf. Seine Hauptaufgabe sehe er darin, für die Entführten ihre "sofortige, bedingungslose Freilassung" zu erreichen.

Zu einer Gruppe von vier OSZE-Beobachtern war der Kontakt am 26. Mai in der Region Donezk abgebrochen. Am 29. Mai verlor die OSZE dann die Verbindung zu einer weiteren Gruppe mit vier Beobachtern und einem ukrainischen Übersetzer in der Nachbarregion Lugansk. Insgesamt verfügt die OSZE in der Ukraine derzeit über 296 internationale Mitarbeiter und 20 Ortskräfte.

Wieder Tote und Verletzte in der Ostukraine

In der Ostukraine sind bei neuen Gefechten mit prorussischen Separatisten nach Regierungsangaben mindestens acht Soldaten verletzt worden. Die Männer hätten Schusswunden erlitten, als Aufständische in der Großstadt Luhansk die Zentrale des Grenzschutzes attackierten, sagte ein Armeesprecher am Dienstag.

Zudem seien bei Kämpfen nahe der Separatisten-Hochburg Slawjansk ein Soldat getötet und 13 Sicherheitskräfte verletzt worden. Auch die Aufständischen sprachen von Verlusten. Bei Luhansk seien fünf Männer getötet worden, sagte ein Separatistenführer. In Slawjansk sprach Aktivistenchef Wjatscheslaw Ponomarjow von mindestens einem Toten und mehreren Verletzten.

Wegen des seit Tagen andauernden Beschusses durch Regierungseinheiten hätten mittlerweile 40 Prozent der insgesamt etwa 110 000 Einwohner die Stadt verlassen. Die Aufständischen werfen der Führung in Kiew vor, am Montag in Luhansk ein Verwaltungsgebäude beschossen zu haben. Dabei seien acht Zivilisten getötet und 28 verletzt worden. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Tausende suchen Zuflucht in Russland

Aus Angst vor den Gefechten in der Ostukraine suchen nach Angaben Moskaus tausende Menschen Zuflucht in Russland. Etwa 4000 Menschen hätten sich an die Behörden gewandt, um als Flüchtlinge anerkannt zu werden oder vorübergehendes Asyl zu beantragen, sagte der Leiter der russischen Einwanderungsbehörde, Konstantin Romodanowski.

Merkel trifft am Freitag Putin

Am Freitag trifft die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Frankreich auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Sie wird voraussichtlich an die Verantwortung Moskaus für eine Beruhigung der Lage in der Ost-Ukraine appellieren. Die Situation dort sei besorgniserregend und auch kompliziert, weil die prorussischen Separatisten nicht offen für Gespräche seien, sagte Merkel nach Teilnehmerangaben am Dienstag in einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Russland gründet aus Ärger über schlechte Bewertungen von US-Ratingagenturen während der Ukraine-Krise gemeinsam mit China .

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