Politik

ÖVP führt interne Schlacht um Gesamtschule

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:27

In der ÖVP geht die Debatte um die Gesamtschule weiter. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer wirft den parteiinternen Befürwortern vor, nur aus Ärger über die Postenbesetzungen bei der Regierungsbildung gegen die Bundespartei zu schießen, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl dagegen hält die gemeinsame Schule für eine Chance.

In der ÖVP geht die weiter. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer wirft den parteiinternen Befürwortern vor, nur aus Ärger über die Postenbesetzungen bei der Regierungsbildung gegen die Bundespartei zu schießen, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl dagegen hält die gemeinsame Schule für eine Chance.

Stets auf Linie der Bundespartei waren die oberösterreichischen Schwarzen. Deren Chef, Landeshauptmann Pühringer, meint, andere als schulische Motive in der Kritik einiger ÖVP-Länder an der Spindelegger-Linie zu erkennen: "Landesobmänner sind verärgert, weil sie mit ihrem Land nicht in der Bundesregierung vertreten sind. Wenn man enttäuscht ist, kritisiert man leichter", so Pühringer im "Kurier".

In den "Oberösterreichischen Nachrichten" wendet sich der Landeshauptmann gegen "Stellvertreter-Kämpfe" und befindet, dass die Umsetzung der Neuen Mittelschulen und der Ausbau der Ganztagsschulen "Aufgabe genug für die nächsten Jahre" seien.

Leitl sieht eine Chance

Sein Landsmann Leitl hat wiederum mit der Gesamtschule kein Problem. Wenn es eine Differenzierung gebe und eine Förderung der Talente, sei die gemeinsame Schule keine Bedrohung mehr sondern eine Chance, meint er gegenüber Ö1 und der "Kleinen Zeitung". Voraussetzung für eine Modellregion ist für ihn, dass eine Rückkehr zum alten System möglich ist, sollte sich der Gesamtschulversuch als nicht zielführend erweisen.

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