Politik

ÖVP für Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:58

Die ÖVP hat am 1. Mai das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt gestellt. Man wolle keine "Zwangsjacke", sondern Wahlfreiheit, bekräftigte Parteichef Michael Spindelegger bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im zweiten Wiener Gemeindebezirk einmal mehr das Credo der ÖVP. Im nächsten Regierungsprogramm sollen flexiblere Angebote auf Betriebsebene wie etwa "Flexikonten" oder Zeitwertkonten einen zentralen Schwerpunkt bilden, erklärte Familien- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V).

Die ÖVP hat am 1. Mai das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Mittelpunkt gestellt. Man wolle keine "Zwangsjacke", sondern Wahlfreiheit, bekräftigte Parteichef Michael Spindelegger bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im zweiten Wiener Gemeindebezirk einmal mehr das Credo der ÖVP. Im nächsten Regierungsprogramm sollen flexiblere Angebote auf Betriebsebene wie etwa "Flexikonten" oder Zeitwertkonten einen zentralen Schwerpunkt bilden, erklärte Familien- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V).

Es gehe am 1. Mai nicht darum, dass nur marschiert oder "Arbeit" plakatiert werde, sondern darum, Arbeit zu ermöglichen, konnte sich Spindelegger im Wahljahr einen Seitenhieb auf den Koalitionspartner SPÖ nicht verkneifen. Entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens sei das Engagement der Mitarbeiter, und da gehe es auch um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Teilzeitarbeit sei so eine Möglichkeit für mehr Vereinbarkeit. Die Teilzeit dürfe "nicht schlechtgeredet" werden. Auch ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich überzeugt davon, dass die Teilzeit-Tendenz steigend sei, weil die Arbeitnehmer Zeit für Familie oder Weiterbildung haben wollen. Dass von Gegnern der Teilzeit auch damit argumentiert wird, dass niedrige Pensionen die Folge sein können, wischte Spindelegger vom Tisch: Es sei notwendig, "die Kirche im Dorf zu lassen", meinte er auf eine entsprechende Frage, es gehe nicht um dauerhafte Teilzeit, sondern für eine gewisse Zeit und das freiwillig.

Öffnungszeiten und Feiertagsarbeit

Für Mitterlehner muss für mehr Vereinbarkeit an zwei Schrauben gedreht werden. Zunächst sprach er sich für eine Ausweitung flexibler Angebote in Unternehmen aus: Mit "Flexikonten" könnten Überstunden etwa über zwei Jahre durchgerechnet werden, mit Zeitwertkonten wiederum könnte man Überstundenentgelt auf ein Konto einzahlen und dann Auszeiten finanzieren.

Auf der anderen Seite geht es für den Minister um die Unterstützung durch Kinderbetreuung. Neben dem quantitativen Ausbau brauche es auch eine entsprechende Qualität, etwa in Sachen Öffnungszeiten, was auch im nächsten Regierungsprogramm verankert werden sollte.

Mikl-Leitner betonte, dass Unternehmen und allgemein die Wirtschaft für "die Linken" grundsätzlich "Feindbilder" seien, für die ÖVP hingegen "Partner". Am Tag der Arbeit drückte die ÖAAB-Obfrau auch ihre Wertschätzung gegenüber Personen aus, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Arbeit am Sonntag solle aber eine "Ausnahme" bleiben. Nach der Pressekonferenz machten sich die Politiker auf, um das Krankenhaus und eine Konditorei zu besichtigen.

Vor dem Krankenhaus hatte sich übrigens ein Grüppchen Tierschützer aufgebaut, auf ihren Schildern war beispielsweise "ÖVP steht für Tierqual" zu lesen.

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