ÖVP: Wahlkampfabschluss neben dem Rathaus

Der offizielle Wahlkampfabschluss der Wiener ÖVP fand Donnerstagvormittag neben dem Rathaus in den Arkaden der Parteizentrale statt. In nur 15 Minuten kritisierte Spitzenkandidat Manfred Juraczka dabei SPÖ, FPÖ und die Rolle der Medien.

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— Martin Hartberger (@m_hartberger)

Lediglich Parteifunktionäre und Wahlhelfer kamen zum offiziellen Wahlkampfabschluss in die Arkaden vor der Parteizentrale der ÖVP in Wien. Interessierte Zuschauer fanden sich sonst aber fast keine ein. Zu Musik der 1980er-Jahre kreuzte Manfred Juraczka um 10.00 Uhr auf. Ein Bogen aus gelben Luftballons schmückte das Pult für seine Abschlussrede.

"Verstand ans Herz"

"Wir haben mitbekommen, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, den Menschen gerade beim Flüchtlingsthema den Verstand ans Herz zu legen und gegen Emotionen, gegen Ängste zu kämpfen", sagte Juraczka zum wichtigsten Thema im Wahlkampf.

Zum Zweikampf zwischen Michael Häupl (SPÖ) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) meinte Juraczka, dass "Häupl seine Abreibung für fünf Jahre Rot-Grün bekommen wird." Und: "Herr Strache wird von diffusen Ängsten der Menschen in dieser Stadt profitieren." Was eine künftiges Mitregieren betrifft, ließ sich der ÖVP-Chef in Wien ein wenig in die Karten blicken. Sein Wahlziel: Platz 3 zu verteidigen.

"Gewitterfronten" im Wahlkampf

Schließlich ist er der Einzige, der bislang nicht dezidiert eine Zusammenarbeit mit der FPÖ ausgeschlossen hat. Strache spreche "durchaus oft richtige Probleme an, sein großes Problem ist nur: Was die Antworten betrifft, bleibt er alle Erwartungen schuldig".

Und dann ging Juraczka noch rasch auf die Medien los. "Wir haben miterlebt, was es heißt, in einer Stadt zu leben, wo eine linke Medienmaschinerie kaum ein gutes Haar an bürgerlichen Werten lässt." Im Wahlkampf habe es einige "Gewitterfronten" gegeben, "aber wir haben zu kämpfen gelernt". Auch habe man als ÖVP gegen "Illoyalitäten" zu kämpfen gehabt, nur wegen "five minutes of fame". Damit war wohl der "Change" von Ursula Stenzel zur FPÖ gemeint.

Unterstützung bekam Juraczka beim Abschluss-"Event" von ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin. Ebenfalls anwesend waren Staatssekretär Harald Mahrer, Landesgeschäftsführer Alfred Hoch und der ÖVP-Spitzenkanditat in der Innenstadt, Markus Figl.

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