ÖVP will Aufnahmeprüfungen für Gymnasien

Zum Thema Bildungswesen hat die ÖVP Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer zu ihrem Chefverhanler bestellt. Allerdings wird im Umfeld Haslauers über Eliteschulen und Aufnahmehürden diskutiert - für Bildungsexpertin Christa Könne Konzepte aus der Vergangenheit.

Haslauer will Gymnasien nur noch für Spezialschulen erhalten. Der größte Teil der Kinder soll in die Neue Mittelschule gehen, quasi als gemeinsame Schule. Daneben würde eine aufgemacht. 

ÖVP für Aufnahmeprüfung an Gymnasien

Zusätzlich kommt aus Salzburg von Landesschulratspräsident Johannes Plötzeneder (ÖVP) auch noch die Forderung nach Aufnahmeverfahren für Gymnasien. Landesschulratspräsident Johannes Plötzeneder, der als Vertrauensmann von Landeshautpmann Haslauer gilt, ist für eine Potenzialanalyse bei den 9- bis 10-Jährigen und für Aufnahmeverfahren in den Gymnasien. Die Aufnahmeprüfung an den Gymnasien hat es bis Anfang der 1970er-Jahre gegeben und ist unter Bruno Kreisky von der SPÖ abgeschafft worden.

"Soziale Unterschiede nicht verschärfen"

Bildungsexpertin Christa Könne, die auch für das Bildungsvolksbegehren aktiv ist, ist dagegen: "Alle Untersuchungen, die ich kenne, zeigen, dass die Diagnostik, die in diesem Alter möglich ist, keine Evidenzen ergibt. Daher frage ich mich, mit welchem Instrument wird man die Schülerströme dann leiten.", so Könne gegenüber Ö1.

Und Könne weiter: "Ich selber und viele andere, wir halten das für schädlich. Jede Aussonderung, ob die der Begabten oder der Behinderten oder was immer Sie einsetzen, ist eigentlich schädlich, weil es um sozialen Frieden geht und Schule ein Ort ist, an dem man Sozialisation lernt."

Und Könne warnt: "Wir müssen anpassen, dass Schule nicht ein Ort wird, der die sozialen Unterschiede noch verstärkt".

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