Paar (37 und 38) stirbt bei Skitour unter Lawine

Auch Hubschrauber waren bei der Suchaktion im Einsatz,
Auch Hubschrauber waren bei der Suchaktion im Einsatz,JFK / EXPA / picturedesk.com
Eine Tragödie spielte sich am Wochenende in Tirol ab: Zwei Sportler starben und wurden erst nach über einem Tag tot unter einer Lawine aufgefunden.

Am Samstag kurz nach 10 Uhr, das ergaben die Ermittlungen der Polizei, unternahmen eine 38-jährige Tirolerin und ein 37-jähriger Tiroler in Sellrain in den Stubaier Alpen eine Skitour über die Juifenalm und weiter über die Kühgrüblalm in Richtung zum Gifel "Auf Sömen". Bei der Abfahrt lösten sie im freien Skiraum im Bereich Kühgrüblalm auf einer Seehöhe von 2.100 Meter eine Schneebrettlawine im Ausmaß von 30 Metern Breite und einer Länge von rund 150 Metern aus.

Beide wurden durch diese Lawine zur Gänze verschüttet und sie konnten erst am Abend des Sonntags tot geborgen werden, nachdem am Sonntagnachmittag durch Angehörige des Mannes die Abgängigkeitsanzeige erstattet wurde. Angehörige der Frau hatten in der Zwischenzeit am Parkplatz des Ausgangspunktes den bereits eingeschneiten Wagen der Sportler vorgefunden. Sofort wurde die Bergrettung Sellraintal verständigt.

Lawinen-Airbags entdeckt

Ebenso wurde der Notarzthubschrauber C1 verständigt, welcher sofort zu einem Suchflug im Bereich Sellraintal – Juifenalm – Roter Kogel startete. Bei diesem Suchflug konnte kurz vor 18 Uhr im Bereich der Kühgrüblalm ein Lawinenkegel ausgemacht werden. Bei näherer Erkundung konnte durch den Rotorabwind der über Nacht gefallene Neuschnee weggeblasen werden und es konnten die roten Airbags eines Airbagrucksacks gesichtet werden.

Verschüttete wurden geborgen

Sofort wurde in mehreren Rotationen eine Suchmannschaft der Bergrettung zum Lawinenkegel geflogen. Aufgrund der eingetretenen Dunkelheit und Nebels mussten weitere Suchmannschaften terrestrisch über die Rodelbahn der Juifenalm ins Suchgebiet aufsteigen. Gegen 17.45 Uhr konnten durch die Suchmannschaften die Vermissten im Lawinenkegel lokalisiert und ausgegraben werden.

Die Angehörigenverständigung wurde im Beisein eines Kriseninterventionsteams von den jeweils wohnortzuständigen Polizeiinspektionen durchgeführt. Im Einsatz waren die Bergrettung Sellraintal mit 30 Bergrettern, die Freiwillige Feuerwehr Gries im Sellrain mit 15 Mann und drei Fahrzeugen, die Alpinpolizei mit zwei Beamten, die Crew des Notarzthubschraubers C1 sowie eine Polizeistreife beteiligt.

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