Paar sollte für Besuch bei Freunden 1.200 Euro zahlen

Max und Lena flatterten wegen eines Treffens zwei Strafverfügungen ins Haus.
Max und Lena flatterten wegen eines Treffens zwei Strafverfügungen ins Haus.Sabine Hertel
Weil er mit seiner Frau während der Corona-Krise Freunde in deren Wohnung im Raum Klosterneuburg besuchte, wurden Max K. (36) und seine Gattin mit je 600 € bestraft. Das Gericht hob die Strafe nun auf.

Den 20. März wird Max K. (Name geändert) nicht so schnell vergessen: "Meine Frau Lena und ich besuchten am Nachmittag unsere Trauzeugen. Als wir etwa 20 Minuten da waren, tauchten plötzlich zwei Beamte auf. Sie meinten, der Besuch sei wegen der Corona-Regeln verboten, und wir werden eine Strafe bekommen", erinnert sich der Wiener.

Wenige Tage später flatterten dem Paar von der BH Tulln zwei Verfügungen ins Haus – zu je 600 Euro Strafe: "Bevor wir unsere Freunde besucht haben, haben wir uns genau informiert. Für uns stand fest, dass der Besuch im privaten Bereich erlaubt ist", meint Max K. Die Wiener legten mithilfe von Rechtsanwalt Constantin-Adrian Nitu Beschwerde ein: "Die BH Tulln begründete die Strafe mit dem Betreten eines öffentlichen Ortes (der Wohnung, Anm.), was nicht der Fall war. Meine Mandanten wurden zu Unrecht bestraft, das Landesverwaltungsgericht NÖ kippte daher die Strafverfügungen", erklärt Nitu.

Für Max K. bleibt ein bitterer Nachgeschmack: "Wir sind traurig, wie alles gelaufen ist. Ich hätte gezahlt, aber meine Frau wollte nicht kampflos aufgeben."

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