Weil der Mann eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten musste, randalierte ein Paar in Wien. Dabei stieß es seinen Kinderwagen um, eine Beamtin rettete das Baby in letzter Sekunde.
Ein 35-Jähriger und seine 24-jährige Lebensgefährtin rasteten am Freitagmittag auf der Marchfelderstraße in Wien-Brigittenau gegenüber der Polizei vollkommen aus. Beim Versuch, den Beamten Widerstand zu leisten, stieß die Frau sogar den Kinderwagen mit ihrer sechs Monate alten Tochter um. Eine Polizistin konnte das Baby in letzter Sekunde auffangen.
Auslöser des Tobsuchtsanfalls war der Versuch der Polizisten, den 35-Jährigen zu einer Ersatzfreiheitsstrafe mitzunehmen. Er hatte zuvor einige Verwaltungsstrafen nicht bezahlt. Als ihm mitgeteilt wurde, dass seine Lebensgefährtin nicht in den Arrest mitkommen kann, bedrohte er die Polizisten mit dem Umbringen und klammerte sich an ein Baugerüst fest.
Polizistin rettete Baby in letzter Sekunde
Seine 24-jährige Lebensgefährtin klammerte sich ebenfalls an ihn und begann, nach den Polizisten zu treten, als diese sie trennen wollten. Dabei stieß die junge Frau auch den Kinderwagen mit ihrer sechsmonatigen Tochter um. Eine Polizeibeamtin konnte den Säugling geistesgegenwärtig in letzter Sekunde auffangen.
Beamten Hand blutig gebissen
Als die Beamten das Liebespaar endlich trennen konnte, biss der 35-Jährige einem Polizisten durch den Handschuh die rechte Hand blutig. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und mit Hilfe der WEGA gelang es, den Mann vom Baugerüst zu lösen.
Der verletzte Beamte konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzten. Der 35-Jährige und seine 24-jährige Lebensgefährtin wurden festgenommen. (red)