Rapid ging beim LASK sang- und klanglos 1:3 unter, verspielte dabei die letzte Chance auf den Meistertitel. Sportchef Markus Katzer kündigte im Sommer einen Umbruch an. "Heute"-Experte und Rapids letzter Meistermacher Peter Pacult hat dafür kaum Verständnis.
"Aber wenn man jetzt schon wieder von einem Umbruch redet, dann frage ich mich: Ja hallo, Herr Sportdirektor. Was habt ihr voriges Jahr im Sommer gemacht? Jetzt willst du schon wieder einen Umbruch machen? Wie viele Umbrüche will man jetzt noch machen?", fragt sich Pacult im Sky-Podcast.
Katzer hat den Kader im letzten Sommer mächtig durcheinander gewirbelt, hat acht neue Spieler geholt, neun abgegeben. Der Erfolg hat sich nicht eingestellt. Auch, weil den Hütteldorfern ein echter Führungsspieler, ein Anführer, fehlt. Auch dazu hat Pacult eine klare Meinung.
"Weil du einfach keinen Spieler hast, der irgendwann mal den Mund aufmacht dementsprechend am Platz. Man sieht das ja von oben sehr gut, wenn man im Stadion sitzt. Das rennt alles runter, aber du hörst nicht einmal irgendeinen Spieler, der einem irgendwann mal was sagt oder von mir aus auch anpfeift oder sonst irgendwas, was ja ganz normal ist im Fußball, was ja überall passiert. Und dieses Bisschen, das ist, was im Moment ein bisschen auch fehlt."
So wartet Rapid weiter seit 2008 auf den nächsten Meistertitel, die "Mission 33". Katzer hat dafür eine eigene Erklärung. "Bei Rapid wurde in der Vergangenheit zu viel Fokus auf Titel gelegt", sagt er.