Pädophiler hat Angst, im Gefängnis zu sterben

Städtchen und Schloss Greyerz im Kanton Freiburg (Schweiz).
Städtchen und Schloss Greyerz im Kanton Freiburg (Schweiz).Bild: Wikimedia/Paebi, CC BY-SA 3.0

Er gilt als "einer der fünf schlimmsten Pädophilen Thailands", soll 100 Buben missbraucht haben. Nun bittet der gebürtige Schweizer die Richter um Gnade.

Ein Schweizer Kantonsgericht muss sich seit Montag mit einem krassen Fall von Pädophilie auseinandersetzen. Der Schweizer gilt laut Kinderschützern als "einer der fünf schlimmsten Pädophilen Thailands", wie die Zeitung "La Liberté" berichtet. Dies, weil der ehemalige Erzieher im Verdacht steht, gut 100 Jungen missbraucht zu haben.

Der heute 75-Jährige wurde im März 2018 vom Bezirksgericht Greyerz zu einer 16-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Wegen Menschenhandels, sexueller Handlungen mit Kindern, sexueller Nötigung und Pornografie wurde er schuldig gesprochen. Seine Verbrechen beging er zwischen 2002 und 2013 in Pattaya, wo er als Tarnung eine Schwulenbar führte.

Der Krankheit bewusst

Nun bittet der Wiederholungstäter, der bereits in den 80er und 90er Jahren verurteilt worden war, die Richter um Gnade. Laut der Zeitung gab er sich vor den Richtern einsichtig. Erstmals gestand er seine Pädophilie ein. So meinte der Mann etwa, "sich seiner Krankheit bewusst geworden zu sein."

Außerdem gestand er, Fotoshootings organisiert zu haben, bei dem die Buben in anzüglichen Posen abgelichtet wurden und sexuelle Handlungen untereinander vollziehen mussten.

Weitere Anklagepunkte bestritten der Mann und seine Verteidiger – etwa die des Menschenhandels. Er ließ vor den Richtern verlauten, dass er seine Strafe verkürzt haben möchte – er befürchte sonst, im Gefängnis zu sterben. Die Richter wollen ihr Urteil noch diese Woche fällen.

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