Palmkakadus an Polizei verkauft: Arzt vor Gericht

Weil er mit Paradiesvögeln und Palmkakadus gehandelt haben soll, musste ein Veterinärmediziner (26) jetzt auf die Anklagebank. Denn: Die Exekutive hatte einen Scheinkauf eingefädelt.
Sich keiner Schuld bewusst und in Begleitung des renommierten Anwaltes Wolfgang Blaschitz erschien ein ukrainischer Tierarzt (26) jetzt in Korneuburg vor Gericht.

Die Vorgeschichte: Beamte und die Staatsanwaltschaft hatten die internationale Tiermafia im Visier. Dabei hatten sie vor allem ein Händler-Pärchen aus NÖ im Auge. Die Polizei fädelte einen Scheinkauf von Palmkakadus (Wert über 100.000 Euro) ein, die Übergabe an einen Mittelsmann (in diesem Fall der Tierarzt) fand in Wr. Neustadt statt. Dabei klickten für den 26-Jährigen die Handschellen. Der Ukrainer saß dann monatelang in U-Haft.

Freispruch

Doch der Richterin blieb gar nichts anderes übrig, als den Veterinärmediziner freizusprechen. Denn er hatte nur die seltenen Vögel innerhalb von NÖ transportiert (Anm.: eben vom Händlerpärchen nach Wr. Neustadt) und somit nicht einmal eine Grenze überschritten.

Rechtsanwalt Wolfgang Blaschitz nach dem Prozess: "Alles andere als ein Freispruch für meinen Mandanten wäre absurd gewesen. Aber vier Monate Untersuchungshaft für diese Causa sind eigentlich ein Wahnsinn." Der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig.

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(Lie)

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