Österreich

Panik: Schulen führen nun "Horror-Clown"-Gespräche

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:10

Als reine Erfindung stellte sich die Anzeige eines 13-Jährigen heraus, der angab, Sonntagabend von drei "Horror-Clowns" attackiert worden zu sein. Der Schüler erstattete Anzeige gegen ein Clown-Trio, bei genauerer Nachfrage der Beamten stellte sich alles aber als Erfindung heraus. Trotzdem liegen die Nerven blank, steirische Schulen führen nun Aufklärungsgespräche.

Als reine Erfindung stellte sich die Anzeige eines 13-Jährigen heraus, der angab, Sonntagabend von drei "" attackiert worden zu sein. Der Schüler erstattete Anzeige gegen ein Clown-Trio, bei genauerer Nachfrage der Beamten stellte sich alles aber als Erfindung heraus. Trotzdem liegen die Nerven blank, steirische Schulen führen nun Aufklärungsgespräche. Der deutsche Innenminister will Clowns jetzt sogar verbieten.

Der 13-Jährige gab am Sonntag an, von drei maskierten "Horror-Clowns" im Bereich Felberstraße in Gratkorn angehalten und mit dem Umbringen bedroht worden sei. Die Täter seien dabei mit einem Baseball-Schläger und einem Vorschlaghammer bewaffnet gewesen. Eine sofort eingeleitete Fahndung mehrerer Polizeistreifen erbrachte kein positives Ergebnis.

Beamte der Polizeiinspektion Gratwein ermittelten nach umfangreichen Befragungen Sachbeweise, die den Verdacht ergaben, dass die vom 13-Jährigen angezeigte Straftat vorgetäuscht worden war und nie stattgefunden hat. Der Schüler war schließlich geständig, die Tat erfunden zu haben, um damit Aufmerksamkeit zu erregen. Berichte an die Staatsanwaltschaft Graz sowie an die Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung werden nach Abschluss sämtlicher Ermittlungen erstattet.

Aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit wurden jedoch in den umliegenden Schulen Aufklärungsgespräche geführt. Sie sollen den Schülern die Angst vor "Horror-Clowns" nehmen und gleichzeitig Nachahmungstäter abschrecken.

Deutschland will Clowns verbieten

Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière will Clown-Masken nun verbieten. Die Behörden müssten "solche Entwicklungen möglichst früh bekämpfen und den Tätern hart und mit null Toleranz entgegentreten", sagte de Maizière in einem Interview. Andernfalls fühlten sich Nachahmer möglicherweise ermutigt, gab er zu bedenken.
"Wenn Menschen massiv mit Gewalt bedroht werden, kann das strafbar sein“, warnte de Maizière. „Das hat nichts mehr mit harmlosen Halloween-Bräuchen zu tun."

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