Wien

Papa macht Bausparer, Bank fordert Ausweis von Sohn (6)

Keine Chance für Klein-Kriminelle: Weil er für seinen Sohn Paul einen Bausparer abschloss, forderte das Institut einen Ausweis von dem Sechsjährigen.
Claus Kramsl
13.09.2021, 18:12

"Mein Sohn wäscht sich seit der Corona-Pandemie noch braver die Hände als vorher. Aber Geldwäscher ist er bestimmt keiner. Ich verbürge mich für ihn", so Papa Christian S. (51) zu "Heute". Er fühlt sich nicht von der Bausparkasse, sondern vom Gesetzgeber „gefrotzelt“. "Die müssen sich ja auch an die gültigen Gesetze halten…"

Das Institut forderte eine Ausweisleistung von dem Sechsjährigen.
Privat

Pauls Sozialversicherungskarte reichte der Bank

Der Favoritener hatte vor kurzem für seinen Sohn Paul (6) einen Bausparer eröffnet und 7.200 Euro einbezahlt, um die maximale staatliche Förderung zu bekommen. Kurz darauf kam der Brief von der Bank, dass er eine Ausweiskopie seines Sohnes nachreichen solle. Beim Service Center zeigte man sich zwar verständnisvoll, beharrte aber auf dem Ausweis. Man einigte sich schließlich darauf, dass Pauls Sozialversicherungskarte ausreiche.

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Vater über sinnlose Gesetze verärgert

"Irgendwo ist eine Grenze erreicht", ist Papa Christian S. verärgert. Derartig "sinnlose" Gesetze würden  nur zu höheren Gebühren für die Kunden, da die Umsetzung die Banken ja auch Geld koste. Bei einem Kind müsse man nicht "päpstlicher als der Papst sein", so der Wiener.

So verteidigt sich die Bausparkasse

"Bausparkassen sind gesetzlich verpflichtet einen Identitätsnachweis ihrer Kundinnen und Kunden einzuholen. Bei minderjährigen Kunden muss zusätzlich auch die Identität des gesetzlichen Vertreters überprüft und dokumentiert werden", heißt es dazu von der Bank zu "Heute“. Man ziehe es vor, nicht namentlich genannt zu werden…