Wie berichtet, erkrankte Susanna R. (19) am Weltjugendtag in Krakau (Polen) an Meningitis, verstarb am Montag in einem Wiener Spital. Am Mittwoch rief Papst Franziskus die Gläubigen auf, für die junge Italienerin zu beten.
Papst Franziskus hat bei seiner ersten Generalaudienz nach der Juli-Pause am Mittwoch im Vatikan zum Gebet für die am Montag in Wien verstorbene 19-jährige Römerin Susanna Rufi aufgerufen, die sich beim Weltjugendtag (WJT) in Krakau eine schwere Form der Meningitis zugezogen hatte. Abweichend von seinem Redemanuskript erinnerte der Papst vor 8.000 Teilnehmern in der Audienzhalle an die junge WJT-Teilnehmerin aus Italien, die bei der Rückreise gestorben ist.
Der Papst erläuterte, dass die neue WJT-Generation eine klare Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen geben könne. Diese bestünde in Form der gelebten Hoffnung, die sich in Zeichen der Geschwisterlichkeit ausdrücke, so Franziskus. Denn in der derzeitigen Welt voller Kriege sei Geschwisterlichkeit mehr denn je nötig. "Es braucht Nähe, Dialog und Freundschaft", so der Papst wörtlich.
Es sei erstaunlich, dass Jugendliche aus der ganzen Welt, die zum Teil nicht einmal eine gemeinsame Sprache hätten, sich auf Anhieb verstanden hätten. "Das lag an ihrem Willen, gemeinsam vorwärts zu gehen", sagte der Papst. "Das sah man am besten auf der Wiese, wo so viele Fahnen der verschiedenen Nationen zu sehen waren. In der Tat werden beim WJT diese Nationalflaggen noch schöner als sie sind, weil sie sozusagen 'gereinigt' werden und sogar Fahnen beieinander liegen, von Ländern, die im Konflikt stehen. Das ist schön!"
Die Audienz fand aufgrund der Hitze nicht auf dem Petersplatz, sondern in der klimatisierten Audienzhalle statt.
Susanna R. war am Montag in einem Wiener Gemeindespital verstorben. In welchem , werde nicht bekannt gegeben. Es sei eine ansteckende Form von Meningitis vorgelegen. Für den Gesundheitsdienst der Stadt Wien sei der Fall nun „abgeschlossen“. Alle Personen in der Reisegruppe der verstorbenenItalienerin hätten die Prophylaxe-Behandlung erhalten. In Wien gebe es aktuell keine weiteren Meningitis-Erkrankungen, heißt es.