Papst feuert Stellvertreter, deutschen Kardinal Müller

Der Papst während einer Rede in Kairo
Der Papst während einer Rede in KairoBild: Reuters
Papst Franziskus hat sich überraschend von einem seiner ranghöchsten Mitarbeiter und inoffiziellem Stellvertreter getrennt.
Die Amtszeit des deutschen Kardinals Gerhard Ludwig Müller (69) als Leiter der Römischen Glaubenskongregation wird nicht verlängert. Nach fünf Jahren endet damit Kardinal Müllers Amtszeit fristgerecht am 2. Juli.

Zwischen Müller und Papst Franziskus hatte es immer wieder Meinungsverschiedenheiten in moraltheologischen Fragen gegeben. Besonders beim Umgang mit der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen waren ihre Haltungen gegensätzlich.

Zuletzt hatte Müller am 25. Mai in einem TV-Interview kritisiert, dass Franziskus drei Mitarbeiter des Kardinals gegen dessen Willen entlassen hatte.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Müller war von 2002 bis 2012 Bischof von Regensburg. Seine Ernennung zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre sowie zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologenkommission verdankte er im Jahr 2012 dem damaligen Papst Benedikt XVI. Zwei Jahre später erhob Papst Franziskus ihn zum Kardinal.

(red)

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