Papst Franziskus hat eine sofortige Waffenruhe in Aleppo gefordert. Der Schutz der Zivilbevölkerung sei eine "zwingende und dringliche Pflicht", sagte er bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Die für die Bombardierungen Verantwortlichen müssten sich vor Gott rechtfertigen, drohte er in einer freien Einfügung in das Redeskript.
Papst Franziskus hat eine sofortige Waffenruhe in gefordert. Der Schutz der Zivilbevölkerung sei eine "zwingende und dringliche Pflicht", sagte er bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Die für die Bombardierungen Verantwortlichen müssten sich vor Gott rechtfertigen, drohte er in einer freien Einfügung in das Redeskript.
Er empfinde "tiefen Schmerz und große Besorgnis" angesichts der dramatischen Nachrichten aus Syrien, sagte Franziskus. Mit der leidenden Bevölkerung sei er im Gebet und im Geist verbunden. Aleppo nannte er eine "gemarterte Stadt".
Die von Rebellen gehaltenen Gebiete im Osten Aleppos sind seit Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Nach tagelangen schweren Bombardements begannen Truppen von Syriens Staatspräsident Bashar al-Assad und verbündeten Einheiten am Dienstag mit einer Bodenoffensive, um die frühere Wirtschaftsmetropole in ihre Gewalt zu bekommen.
In seiner Audienzkatechese nannte der Papst das derzeit stattfindende Heilige Jahr eine "Zeit der Gnade und der Barmherzigkeit für alle, Gute und Böse, die Gesunden und die Leidenden". Nichts könne einen Menschen von der Liebe Christi trennen, so Franziskus.
Nach den Worten von Franziskus ist niemand von der Vergebung ausgeschlossen. Jesus sei "am Kreuz gestorben, um bei den Schuldigen zu sein", sagte der Papst. Mit dem Tod zwischen Verbrechern bezeuge Jesus, "dass die Rettung durch Gott jeden Menschen in jeder Verfassung erreichen kann, auch in der negativsten und schmerzlichsten".