Papst-Rücktritt hat Schönborn "sehr getroffen"

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Zwei Tage vor Beginn des Konklaves zur Papst-Wahl zelebrierte Kardinal Christoph Schönborn einen Gottesdienst in einer Römer Kirche. Der Rücktritt Benedikt habe ihn persönlich "sehr getroffen", aber dieser Schritt ermögliche die "Erneuerung der Kirche".

Zwei Tage vor Beginn des Konklaves zur Papst-Wahl zelebrierte Kardinal Christoph Schönborn einen Gottesdienst in einer Römer Kirche. Der Rücktritt Benedikt habe ihn persönlich "sehr getroffen", aber dieser Schritt ermögliche die "Erneuerung der Kirche".

Schönborn zelebrierte am Sonntagabend einen Gottesdienst in seiner Titelkirche "Gesu' Divino Lavoratore" in Rom. "Ich feiere dieses Jahr 15 Jahre als Kardinal und seit 15 Jahren habe ich das Privileg, hier zu Hause zu sein", so der Wiener Erzbischof zu Beginn der sehr gut besuchten Messe.

Er habe hier "viele schöne Moment von Gemeinsamkeit erlebt", so Schönborn weiter. Es sei für ihn eine große Freude, "mit der Unterstützung eurer Gebete" in das Konklave  inzuziehen. Der 67-Jährige zählt zum erweiterten Kandidatenkreis der Nachfolger von Benedikt XVI., der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Bei der Messe waren zahlreiche italienische und ausländische Journalisten anwesend. Danach war eine Pressekonferenz angekündigt.

Schönborn bezeichnete die Generalkongregationen zur Vorbereitung des Konklaves als "Treffen voller Brüderlichkeit, wie wir sie selten untereinander erlebt haben", beschrieben. Diese Brüderlichkeit sei das "Resultat der Geste der Demut" von Benedikt XVI., so Schönborn während eines Gottesdienstes in Rom. Dank Papst Benedikt "haben wir begriffen, was Brüderlichkeit ist", erläuterte er.

Papst-Rücktritt "schwieriger Moment für mich"

Der Pontifex hatte am 11. Februar seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dieser Beschluss, habe in "sehr getroffen", sagte Schönborn vor Gläubigen und Journalisten. "Ich habe 40 Jahre lang mit ihm gearbeitet und es war ein schwieriger Moment für mich. Aber mein Trost war, dass dieser Beschluss mit vollem Bewusstsein getroffen worden ist."

Benedikts Geste ermögliche die "Erneuerung der Kirche". Die Rücktrittsankündigung während der Fastenzeit bedeute auch eine "Ermutigung, in Richtung Ostern und in Richtung Glauben mit einem erneuerten Herzen zu schreiten".

"Wir werden bald einen Heiligen Vater haben. Wir hoffen, dass dieser Heilige Vater dem Bild, von dem uns Jesus in der Parabel des verlorenen Sohnes erzählt, entspricht", betonte Schönborn zwei Tage vor Beginn des Konklaves, bei dem 115 Kardinäle aus aller Welt den 266. Papst wählen werden.

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