Papst warnt vor Gier, Exzess und Konsum

Papst Franziskus küsst eine Statue des Jesuskindes am Heiligen Abend im Vatikan.
Papst Franziskus küsst eine Statue des Jesuskindes am Heiligen Abend im Vatikan.Bild: Reuters
Das Kirchenoberhaupt forderte zur Besinnung auf ein einfacheres Leben auf und erinnerte an jene Menschen, die auch zur Weihnachtszeit Not leiden.
In der Christmette im Petersdom hat Papst Franziskus am Montagabend sich gegen Gier, Exzesse und Konsum und für das Teilen und die Nächstenliebe ausgesprochen. Vor Zehntausenden Gläubigen erinnerte das Kirchenoberhaupt an die Paradoxie, dass zu Weihnachten "einige wenige üppig schlemmen und so viele kein Brot zum Leben haben". Er rief zu einem einfacheren Leben und zur Besinnung auf die Spiritualität auf. Das christliche Lebensmodell müsse heißen: "Nicht verschlingen und hamstern, sondern teilen und geben."

Die Mette wurde von rund 120 Fernsehsendern in 60 Länder übertragen. Den traditionellen päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" spendet der Papst am ersten Weihnachtstag. Zum Stefanitag am Mittwoch wird der Papst um 12 Uhr das Mittagsgebet auf dem Petersplatz mit zehntausenden Pilgern und Gläubigen beten.

Vielfalt als Bereicherung

In seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag rief Papst Franziskus den Gläubigen in Erinnerung, dass Vielfalt an Ethnien, Sprachen und Kulturen keine Bedrohung, sondern ein Reichtum sei. Er betonte die Wichtigkeit der Friedensbewegung im Nahen Osten und forderte eine politische Lösung im Bürgerkriegsland Syrien. In der Ansprache erwähnt wurde auch die Situation in Afrika, wo Millionen an Flucht und Vertreibung leiden, die Lage in der Ukraine und die Gemeinschaft der verfolgten Christen rund um die Welt.

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