"Ich weiß, wer das war"

Wilde Spekulationen – jetzt packt die Paragleiterin aus

Nachdem sie mit ihrem Gleitschirm von einer Cessna "abgeschossen" wurde und wie durch ein Wunder überlebte, meldet sie sich per Instagram zu Wort.
Newsdesk Heute
26.05.2026, 13:40
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Sieben Millionen Aufrufe auf ihrem eigenen Account, noch ein Vielfaches davon auf den Kanälen anderer Medien und Schlagzeilen rund um den Globus: Aufnahmen aus dem Salzburger Pinzgau sind dieser Tage der viralste Content der Welt.

Darauf zu sehen: Eine Paragleiterin, die gerade von der Schmittenhöhe zu Boden segelt. Plötzlich ertönt ein Dröhnen, die 44-jährige Sabrina aus Oberösterreich blickt auf – und sieht nur mehr, wie eine Cessna ihren Gleitschirm zerfetzt. Plötzlich geht es im freien Fall in Richtung Boden, doch die erfahrene Pilotin bleibt ruhig und hat ausreichend Zeit, den Notschirm zu öffnen.

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Praktisch unverletzt kommt sie unsanft am Boden auf und bringt nur mehr ein "Oida – leck mich am Arsch" heraus.

"Aber das ..."

Tage später dürfte die Paragleiterin den Schock endlich verdaut haben und meldet sich am Pfingstmontag nun erneut via Instagram zu Wort. "Ich hab schon damit gerechnet, dass das ein paar mehr sehen werden, als meine sonstigen Videos. Aber das .."

Der größte Dank gebühre jedenfalls ihrem "Lebensretter", dem Rettungsschirm. Und auch der Paragleit-Community in Zell am See richtet sie ein Riesen-Danke für die Unterstützung aus. Allerdings muss die 44-Jährige auch einige Dinge richtigstellen, über die wild spekuliert wurde.

"Ja, ich weiß, wer das war"

Demnach war die Pilotin nirgends, wo sie nicht sein durfte. Zum Zeitpunkt des Unfalls kreiste sie gerade in der Thermik. Und als Paragleiter kann man hier keinem Kleinflugzeug ausweichen, zumal es die motorisierten Luftfahrzeuge sind, die ausweichpflichtig sind. Der Pilot der Cessna sei ebenfalls sicher gelandet. "Ja, ich weiß, wer das war", schreibt Sabrina weiter. Die Causa werde nun "ganz offiziell, ohne Drama, seinen ordentlichen Rechtsweg gehen".

Offenbar bekam die Oberösterreicherin – bei der Masse an Aufmerksamkeit unvermeidbar – auch einige kritische Kommentare ab. Den "Lästerern und denjenigen, die mitreden, obwohl sie keine Ahnung haben" richtet sie aus: "Hoffentlich habt ihr nie an einem Unfall Schuld oder Unschuld und müsst dann eure Kommentare dazu lesen."

"Unfälle passieren"

Böses Blut hat die 44-Jährige offenbar keines."Es gibt Regeln und Unfälle passieren trotzdem", schreibt sie weiter. "Vielleicht hilft das Ganze, dass alle wieder etwas aufmerksamer fliegen." Paragleiter seien für ein Segelflugzeug oft schwer zu sehen – auch wenn sie so schön bunt sind.

Ein Kollisionswarnsystem (FLARM) hatte sie nicht dabei, dieses sei auch nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Trotzdem werde sie sich für den nächsten Flug eines anschaffen. Abschließend wünscht sie sich von der Fliegercommunity: "Vielleicht noch etwas mehr und gezieltere visuelle Kontrolle und generell etwas umsichtigeres Fliegen in einem Gebiet, in dem ihr immer gemeinsam mit uns Schnecken am Himmel seid!"

Apropos Piloten: Am Steuer der Cessna saß ein 28-jähriger Tiroler. Er wurde von der Polizei angezeigt und bei der Austro Control gemeldet. Die Einvernahme steht noch aus. Ihm droht ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung – es gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.05.2026, 15:40, 26.05.2026, 13:40
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