Pärchen (27, 29) setzt aus Angst vor Tieren Notruf ab

Hier bei Hallstatt befürchtete das Paar einen hinterhältigen Tierangriff.
Hier bei Hallstatt befürchtete das Paar einen hinterhältigen Tierangriff.Bild: picturedesk.com
Einen 29-Jähriger und seine 27-jährige Partnerin, beide indische Touristen, versetzte die Gmundener Tierwelt in Panik. Die Frau erlitt einen Schock.

Das indische Pärchen besuchte bereits am 13. Mai gegen 17 Uhr die letzte Führung in den Hallstätter Salzwelten. Beide reisten im Zuge ihres Urlaubs für einen Halbtagesausflug von Salzburg aus mit dem Zug nach Hallstatt an. Trotz unzähligen Informationen der Führer und Beschilderungen in vielen Sprachen versäumten sie die letzte Talfahrt mit der Salzbergseilbahn.

Daraufhin setzen die beiden Touristen den Alpinnotruf 140 ab. Doch nicht wegen des Wegs, sondern der vermeintlichen Gefahr, die dort lauerte. Zwar wurde das Paar angewiesen, einfach in lockeren 40 Minuten zu Fuß nach Hallstatt über den markierten und leicht begehbaren Wanderweg abzusteigen, das verweigerten die Touristen aber. Denn: Der dicht belaubte Wald und Geräusche im Dickicht verängstigten die beiden Inder.

"Weinerlich darüber besorgt"

Derart verängstigt, "dass sie sich wenig später weinerlich darüber besorgt zeigten, von wilden Tieren gefressen zu werden", berichtet die Polizei. "Guter Zuspruch alleine erbrachte jetzt jedenfalls nicht mehr den gewünschten Erfolg und die Begeisterung dazu, zu Fuß ins Tal abzusteigen. Es musste zwangsweise die Seilbahn in Betrieb genommen werden", so die Polizei weiter.

So gelangten die beiden Inder sicher "und vor allem aber beruhigt ins Tal". Beide, insbesondere aber die Touristin war äußerst geschockt und verwirrt, heißt es im Polizeibericht. Im Einsatz befanden sich ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, drei Mann vom Bergrettungsdienst Hallstatt sowie zwei Mann, um die Salzbergseilbahn in Betrieb zu nehmen. (red)

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