Katzen lebend begraben, Freispruch für Täterin

In einem Sack unter rund 30 Kilogramm Müll und Unrat hatte ein junges Pärchen zwei Katzen in Krems einfach entsorgt. Jetzt standen die beiden vor Gericht.
Leises Wimmern und Miauen hatte einem der beiden Kätzchen im September das Leben gerettet: Eine Anrainerin wühlte sich durch fast 30 Kilogramm Abfall und befreit die zwei Katzen aus dem Sack. Ein Tier war tot, der andere Vierbeiner wurde ins Kremser Tierheim gebracht („Heute" berichtete).

Eine Katze überlebte, eine nicht

Jetzt musste das Paar, das damals auf die Tiere von Bekannten aufgepasst hatte, in Krems vor Gericht. Sie (25) meinte: „Meinem Freund sind die Katzen so auf die Nerven gegangen, im Tierheim war kein Platz. Er wollte sie töten, ich habe gesagt, er solle noch warten und ging ins Zimmer." Daraufhin erklärte er (42) roh: ‚I hab's daschlogn. Es war a Fehler, tut mir leid." Dann habe er beide Vierbeiner in Leintücher gewickelt, in einen Sack gestopft und mit seiner Freundin in einem Container - unter rund 30 Kilo Mist – begraben. Dass eine Katze noch gelebt hat, wusste er nicht. Sie habe lediglich bei der Entsorgung der Fellnasen geholfen.

Anwältin Eva Schmid-Strutzenberger erwirkte für die besachwalterte 25-Jährige einen Freispruch, der 42-Jährige kam mit einem Jahr bedingter Haft wegen Tierquälerei davon (nicht rechtskräftig). (Lie)



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