Einen Tag vor Beginn der Volksbefragung holte sich die SPÖ Unterstützung aus Paris im Kampf gegen die ihrer Meinung nach drohende Privatisierung des Wiener Wassers. Laut Umweltstadträtin Anne Le Strat hatte eine solche in Paris massiv negative Folgen.
holte sich die SPÖ Unterstützung aus Paris im Kampf gegen die ihrer Meinung nach drohende Privatisierung des Wiener Wassers. Laut Umweltstadträtin Anne Le Strat hatte eine solche in Paris massiv negative Folgen.
25 Jahre lang war die Wasserversorgung in der französischen Hauptstadt in privaten Händen. "In diesem Zeitraum gab es mangelnde finanzielle Transparenz, wir haben die Expertise verloren, um eine Kontrollfunktion ausüben zu können. Und es kam zu einem starken Anstieg der Gebühren", berichtete Le Strat. Die Preise stiegen insgesamt um 260 Prozent.
Mit der Rückkehr zum Kommunalbetrieb hätten die Gebühren wieder um acht Prozent gesenkt werden können. Wasser auf die Mühlen ihrer Wiener Amtskollegin Ulli Sima: "Die Privatisierungsfrage bei der Volksbefragung betrifft viele Abteilungen im Umweltressort." Sie will daher "keinen Millimeter locker lassen", damit Wien weiterhin eine "starke kommunale Versorgung bei Wasser, Abwasser und Müll" garantieren könne.
Robert Zwickelsdorfer