Fast 100 Jahre lang gab es den Fußballclub Sturm 19 in St. Pölten, ehe es dann wirtschaftlich und sportlich steil bergab ging und 2016 das endgültige Aus für den Traditionsverein kam. Seither lag die Bimbo-Binder-Anlage in der Nähe des Landesklinikums brach. Bereits seit längerem gibt es Pläne für einen neuen Park, nun macht die Stadt ernst.
Dazu startet Anfang nächsten Jahres ein Planungsprozess, bei dem gemeinsam mit allen interessierten Bürgern die Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für den neuen Park erarbeitet werden. Der Planungsprozess wird von "Raumposition Büro für Raumentwicklung und Kommunikation" begleitet. Das Ergebnis wird Grundlage für den anschließenden Wettbewerb sein, an dem ausgewählte Landschaftsplanungsbüros teilnehmen.
Bereits die Suche nach einem neuen Namen für den Park wurde als gemeinschaftliche Aufgabe gestaltet: Im September startete die Stadt einen öffentlichen Aufruf, Ideen zur Namensgebung einzubringen. „Insgesamt sind 79 Vorschläge bei uns eingelangt. Wir freuen uns zu sehen, dass die BürgerInnen ein so großes Interesse an der Parkanlage zeigen und bei dem Projekt aktiv mitwirken wollen“, berichtet Bürgermeister Matthias Stadler.
Unter den eingelangten Ideen fiel die endgültige Entscheidung auf Sturm 19 Park. „Eine Vielzahl von BürgerInnen haben Vorschläge in Verbindung mit dem ehemaligen Traditionsklub eingebracht. Deshalb ist es uns wichtig, das Andenken an den historischen Arbeitersportverein FC Sturm 19 auch in Zukunft zu bewahren und ihm ein Denkmal zu setzen“, so Carina Wenda von der Stadtplanung.
Voraussichtlich werden die Umgestaltungsarbeiten zum Park 2022 starten. Damit aber schon jetzt ein Teil des Areals genutzt werden kann, wird der südliche Teilbereich nahe der Zehengrubergasse mit einer Größe von rund 5.000 m² ab sofort geöffnet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Alle sind eingeladen, diese Fläche für Spiel, Sport und Freizeit ab jetzt zu nutzen!“ ruft der Bürgermeister auf.
„Der Park soll für alle etwas anbieten, inklusiv und einladend gestaltet sein und sich aufgrund einer besonders hohen Aufenthaltsqualität auszeichnen. Mit der Neugestaltung wollen wir einen positiven Mehrwert für den Stadtteil und vor allem für die umliegende Nachbarschaft schaffen“, erklärt Stadler.