Österreich

Parkpickerl-Ärger: Pröll warnt Wien

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:25

Die Parkpickerl-Ausweitung in Wien sorgt bei vielen Pendlern für Riesen-Unmut. Niederösterreichs Landeschef Erwin Pröll (VP) stellt sich jetzt schützend vor seine Landsleute und richtet warnende Worte an Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Im Streit ums Parkpickerl wird nun auch der politische Ton zwischen Wien und Niederösterreich rauer. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll macht seinem Ärger über die Verkehrspolitik der rot-grünen Stadtregierung im "Heute"-Gespräch Luft: "Eine zusätzliche Erweiterung wäre ein unfreundlicher Akt gegen niederösterreichische Pendler, die die Wiener Wirtschaft beleben, und würde mögliche Alternativen, über die gerade verhandelt wird, noch schwieriger machen."

Zuvor hatte sein Verkehrslandesrat Karl Wilfing in der "Presse" sogar von einer "Kriegserklärung" gesprochen, sollte eine neuerliche Ausweitung ohne Abstimmung mit Niederösterreich erfolgen.

Vassilakou beruhigt

Die derart angegriffene Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou versucht gegenüber "Heute" zu beruhigen: "Wir sind mit Niederösterreich in gutem Einvernehmen und arbeiten zusammen." Wichtig sei jetzt die rasche Errichtung von Park & Ride-Anlagen, "möglichst bereits in Niederösterreich" sowie die Verdichtung der S-Bahn-Intervalle auf zehn Minuten.

Und: Die Ausweitung sei "nicht überfallsartig" erfolgt. Bleibt abzuwarten, ob sich Erwin Pröll angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in seinem Bundesland und 185.000 niederösterreichischen Pendlern (= potenziellen Wählern) so leicht beschwichtigen lässt …

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