Parkpickerl-Nein: Streit um Anrainerzonen in Döbling

Bild: Sabine Hertel

Die Döblinger sprachen sich mehrheitlich gegen das Parkpickerl aus. Bezirksvorsteher Adi Tiller will jetzt Anrainer-Parkzonen ohne zeitliche Begrenzung einführen. Die Stadt ist dagegen.

Die Bürger gaben dem Parkpickerl in Döbling einen Korb. . "Das Parkplatzproblem wird dadurch nicht kleiner", so Bezirksvorsteher Adi Tiller. "Ich könnte mir aber 'grüne Parkzonen', wie es sie in Graz für Anrainer gibt, vorstellen."

Also reine Gebührenzone ohne zeitliche Begrenzung für die Bewohner. Doch die Stadt ist dagegen. "Dafür müsste erst ein neues Landesgesetz geschaffen werden", erklärt Leopold Buback, Chef der MA 65. Derzeit läuft dazu ein Verfahren am OGH. Der ÖAMTC klagte, um Gebühren- und Kurzparkzonen zu entkoppeln.

Am 16. 12. soll es eine Entscheidung geben. "So lange warten wir ab", erklärt Tiller. Erst danach werde entschieden. "Tiller hat’s vergeigt", kritisiert die FPÖ. Die Befragung hätte sprengelweise gemacht werden müssen. Das meinen auch SPÖ und Neos.

Überraschungs-Ergebnis sorgt für Twitter-Gewitter

Nach dem "Nein" der Bürger zum Parkpickerl in Döbling gehen in den sozialen Netzen die Wogen hoch. Auf Twitter gibt es ein Gewitter mit Dutzenden Postings: "Bald ist es mit der elitären Noblesse vorbei, wenn Döbling zum größten Gratisparkplatz in Wien wird", schreibt Dennis Beck.

"Die Pendler können feiern", so Peter Rippl. "Hätten sie einen grünen Bezirksvorsteher, würde es jetzt eingeführt", meint ein User. "Bei uns gibt’s auch nach 17 Uhr Parkplätze für Anrainer", ätzt Emil Goldberg aus Währing.

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