Mindestens drei Mal soll der Slowake Jaroslav Z. (49) in Niederösterreich, Burgenland und Wien zugeschlagen und dabei seine weiblichen Opfer in Todesangst versetzt haben: Am 7. Februar soll der wegen Sittlichkeits- und Eigentumsdelikten vorbestrafte 49-Jährige am Parkplatz des Bahnhofes Bruck an der Leitha einer Frau (38) aufgelauert und sie durch die geöffnete Fahrertüre ins Wageninnere geschubst haben.
Im Fahrzeug soll er das Opfer mit einem Messer bedroht und "Geld, Geld" gefordert haben. Dabei verletzte er die 38-Jährige mit der Waffe an den Händen und forderte sie auf, nach Simmering zu einem Geldautomaten zu fahren. Da jedoch in Wien-11 zu viele Leute auf der Straße waren, soll er sie zwecks Geldbehebung nach Kittsee oder Bratislava weiter dirigiert haben. Während der Fahrt soll er ihr das Handy und Geld abgenommen und das Opfer eingeschüchtert haben.
Nach über einer Stunde in der Gewalt des Slowakens drosselte das Opfer in Schwadorf (Bruck) die Geschwindigkeit und sprang schließlich aus dem fahrenden Wagen. Der führerlose Pkw prallte gegen ein anderes Fahrzeug, der Kriminelle sprintete davon. Passanten kümmerten sich um das gepeinigte Opfer und verständigten die Polizei. Eine gute Stunde später konnte Jaroslav Z. im Zuge einer Großfahndung festgenommen werden.
Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass der 49-Jährige bereits am 24. Jänner eine Frau (23) in Parndorf (Burgenland) offenbar vom Zug aus verfolgt hatte und dann das Opfer ins Auto drängen wollte. Die 23-Jährige versperrte von Innen den Wagen und startete panikartig - so konnte sie sich retten.
Am 5. Februar soll Jaroslav Z. beim Bahnhof Hütteldorf eine Linzerin (29) mit einem Messer bedroht haben. Der Slowake forderte sie auf, das Auto zu öffnen, das Opfer begann laut zu schreien. Der Slowake umklammerte die Frau, beim Handgemenge erlitt die Linzerin Verletzungen im Halsbereich, der Osteuropäer ließ in weiterer Folge vom Opfer ab.
Da die Staatsanwaltschaft Wien noch weitere Opfer befürchtet, wurden Lichtbilder des Verdächtigen freigegeben. Weitere Opfer mögen sich an die Polizei Tel. Nr. 05913330-3333 wenden. Die Ermittlungen der Exekutive wegen Freiheitsentziehung, Raub und versuchter Vergewaltigung laufen weiter, der Verdächtige sitzt jetzt in Wien in U-Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.