Wegen einer möglichen Falschaussage nach einem Strafzettel musste ein Kommerzialrat in Korneuburg (Niederösterreich) vor Gericht. Er behauptete: "Vier Bodybuildertypen verschoben mein Auto ins Parkverbot."
Wegen einer möglichen Falschaussage nach einem Strafzettel musste ein Kommerzialrat in Korneuburg (Niederösterreich) vor Gericht. Er behauptete: "Vier Bodybuildertypen verschoben mein Auto ins Parkverbot."
Nach seiner Anzeige bei der Polizei blieb der Kommerzialrat auch vor Gericht bei seiner absurden Version: "Ich kam zu meinem Pkw zurück und dieser stand näher an der Straßenecke, unter dem Scheibenwischer ein Strafzettel. Dann rief mich ein Unbekannter an und erzählte mir, dass vier Schlägertypen aus einer Limousine gesprungen wären, mit den Füßen auf meinen Wagen getreten hätten. Und dabei muss mein Pkw verrutscht sein. Ich habe ihn korrekt abgestellt."
Im April war der Niederösterreicher, fünf Tage nach dem Organmandat in Wien, vermutlich aus Ärger über die 60-Euro-Strafe, zur Polizei gegangen und hatte dort erstmals die abenteuerliche Geschichte aufgetischt. Trotz aller Warnungen der Beamten blieb der 68-Jährige dabei. Folge: Strafantrag wegen Falschaussage.
"Ich hab selten so einen Unsinn gehört", so Richter Manfred Hohenecker. Urteil: 5.400 Euro Strafe (das Neunzigfache). Nicht rechtskräftig – der gekränkte Kommerzialrat ging in Berufung.