Werden die Wahlkampfthemen der Volkspartei zum Bumerang? Nach Angriffen auf die SPÖ geht diese nun in die Gegenoffensive: Die Linz-AG-Pensionsfonds haben ein Plus eingefahren, der Ausstieg aus den Cross-Boarder-Deals bringt zehn Millionen. Außerdem: VP-Chef Watzl soll bei Jobvergaben im Magistrat interveniert haben.
Mit harten Fakten versuchen nun Stadtrat Klaus Luger und sein Kollege Johann Mayr die schweren Vorwürfe der Volkspartei der vergangenen Wochen zu widerlegen. Bürgermeister Dobusch hat nicht Millionen aus der Pensionskasse der Linz AG verspekuliert. Die Fonds wurden von der Weltwirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen, erklärt Finanzreferent Mayr und berichtet, dass die Pensionskasse seit Jänner bereits wieder ein Plus von etwa 16 Millionen Euro eingefahren habe.
Auch der Ausstieg aus dem umstrittenen Cross-Boarder-Leasing koste dem Bürger keinen Cent. VP-Chef Erich Watzl hatte das Gegenteil vermutet. Nach der Rückabwicklung werden sogar zehn Millionen Euro bleiben, rechnet Mayr vor. Der Vorwurf des roten Postenschachers wird nun offensichtlich zum politischen Eigentor für die ÖVP. In mehreren, Heute vorliegenden, Briefen an Personalstadtrat Luger wollte Watzl für seine Bewerber intervenieren. Von allen Parteien greift nur die ÖVP zum Schmutzkübel und verbreitet Unwahrheiten, kritisiert Luger.