Online-Aktionen, Disco-Besuche, Open-Air-Konzerte und Wahlversprechen - in bisher noch nie dagewesener Intensität werben die heimischen Parteien um die Gunst der Erst- und Jungwähler. In der letzten Woche geht der Kampf um die Stimmen der 16- bis 30-Jährigen seinem Höhepunkt zu, denn viele sind noch unentschlossen.
Die Volkspartei hat ihren 1997 ins Leben gerufenen Dr. Joe alias Josef Pühringer neuerlich aktiviert. Bis zum Wahltag wird der VP-Spitzenkandidat mit folgenden Themen auf Stimmenfang sein: Im Bildungsbereich setzt sich die ÖVP für eine neue Medizin-Uni in Linz ein. Für Lehrlinge will die Volkspartei 500 Euro Mindest-Lehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr umsetzen. Der Führerschein soll künftig maximal 1000 Euro kosten. Die SPÖ zeigte vor allem am Freitag mit dem Open-Air-Konzert am Linzer Hauptplatz ihre junge Seite. Inhaltlich will SP-Spitze Erich Haider Jugendliche speziell mit einer Ausbildungs- und Jobgarantie gewinnen. Laut SPÖ soll es in Zukunft auch ein Öffi-Monatsticket um zehn Euro für all jene geben, die weniger als 1000 Euro netto verdienen. Die Grünen und ihr Spitzenkandidat Rudi Anschober wollen den öffentlichen Verkehr sogar gratis machen. Die FPÖ und ihr Topkandidat Manfred Haimbuchner greifen im Jugendwahlkampf das Integrationsthema auf und fordern unter anderem mehr Sicherheitskräfte beim Fortgehen. Hier komme es oft zu Konflikten mit Jugendgruppen aus anderen Kulturkreisen.
Das BZÖ verspricht 1000 Euro Jugendstartgeld für alle zwischen 16 und 18 Jahren.