Ein Besuch bei den Eltern in Wien hatte für ein Paar aus Wieselburg (Bezirk Scheibbs) unschön und schmerzhaft geendet: Der 38-Jährige stieg im letzten Moment in den Zug (Wien Hauptbahnhof-Zürich) ein, seine Freundin Tanja schaffte es nur noch auf die zweite Stufe des Waggons, fiel herunter, der Zug fuhr aber ab. Manuel Jelinek sprang aus dem Waggon und kümmerte sich um seine verletzte Partnerin. "Dann kamen auch einige Securitys, die teils sehr nett waren", berichtete der 38-Jährige.
„Tanja weinte, die Hose war blutig. Das hätte ganz schlimm enden können, sie hätte ihr Bein verlieren können. Zum Glück war es nur eine Rissquetschwunde“, berichtet der Ex-Austria-Kicker.
Der 38-jährige Vater einer Tochter reklamierte, forderte Entschädigung, blitzte aber ab. „Aus den Gesprächen mit der ÖBB weiß ich aber, dass es ein Video von dem Zwischenfall gibt“, so der 38-Jährige.
Das Überwachungsvideo bestätigt auf Nachfrage auch die ÖBB: „Es gibt ein Video. Darauf ist zu sehen, wie das Paar die Zugtüre nach der Abfertigung aufreißen wollte. Und dann sieht man die beiden auf der Bank sitzen. Es gibt zudem ein polizeiliches Ermittlungsverfahren“, sagt Sprecher Christopher Seif recht gelassen.
Manuel Jelinek will jetzt noch einen Schritt weiter gehen. Der 38-Jährige will die ÖBB klagen, engagierte dafür Star-Verteidiger und Autor Tassilo Wallentin. „Denn so geht man nicht mit Kunden um“, meint Jelinek.